Montag, 12. November 2012

Mittendrin in Kersis Abenteuer

Hallo zusammen,

nun gab's ja schon ne Weile nix Neues, aber heute will ich doch mal schnell verkünden, dass ich die drei Geschichten für Misty, Kersi und Tanja im Rahmen des NaNoWriMo schreibe.

Angefangen habe ich mit Kersis Story, die 'Die Chemie der Fantasie' heißt.

Worum genau es geht, verrate ich natürlich nicht. :)
Nur so viel: Manchmal mischen sich Realität und Fiktion.

Tanjas Geschichte hat noch keinen endgültigen Namen. Aber hier wird's himmlisch zugehen - irgendwie *gg*

Und in Mistys Geschichte wird's bissig und zynisch.

Seid gespannt, ich bin es auch!

LG Nat

Dienstag, 30. Oktober 2012

Wunschgewitter

Wunschgewitter

Anja Sattler ist 21 und findet ihr Leben ziemlich gut, wie es ist. Kurz nach ihrem Geburtstag schickt ihre 'Omama' Amalie ihr ein geheimnisvolles Rezeptbuch. 
Die Mousse au Chocolat, die Anja zuerst zubereiten soll, benimmt sich total ungehörig und schmeckt zudem noch fantastisch.
Wie sollte es anders sein? Nach diesem himmlischen Genuss passieren seltsame Dinge, die Omama ihr aber erst in einer Woche erklären will.
Als sie es schließlich tut, sind bereits zwei Männer in Anjas Leben getreten, die unterschiedlicher nicht sein könnten - oder ist das alles nur Theater?
Wieso erfüllen sich plötzlich alle möglichen Wünsche in ihrer Gegenwart auf teilweise wörtliche Art und Weise?

Um das herauszufinden, solltet Ihr mal reinlesen ;)

Zu finden ist das Wunschgewitter überall, wo es Ebooks gibt, und als Taschenbuch bei Amazon: Wunschgewitter Taschenbuch


Der Schild


Der Schild


Jasmin Claussen ist 17 Jahre alt und will eigentlich nichts anderes tun als laufen. Darin ist sie gut und deshalb nutzt sie die einmalige Chance, von ihrem humanistischen Gymnasium in Weidenhaus, ihrer Heimatstadt, auf das Sportkolleg in der Nachbarstadt zu wechseln.
Natürlich heimlich, wo bliebe sonst der Spaß?

Und wieso überhaupt heimlich? Gute Frage.
Jasmin, die sich selbst nur Jazz nennt, ist das einzige Kind von Degenhard Claussen, einem der erfolgreichsten und einflussreichsten Männer Deutschlands. Auch er wurde in Weidenhaus geboren und lebt nun, nach etlichen beruflich motivierten Ortswechseln, wieder in der 100.000-Einwohner-Stadt in der Nähe von Frankfurt am Main. Und zwar mit seiner französischen Frau Noêmi, Jazz und dem Butler der Familie: Frederik.

Jazz und Frederik verbindet eine lange Freundschaft, die ihn mehr zu einem Ersatz-Opa, denn zu einem Angestellten macht, und er ist auch ihr Verbündeter, wenn es um den heimlichen Schulwechsel geht.

Da Jazz die Affektiertheit ihrer früheren Mitschüler nicht leiden konnte, bemüht sie sich an der neuen Schule um ein absolutes Understatement, was ihre Herkunft und vor allem die Reichtum ihrer Eltern angeht. Sie fährt mit Bus und Bahn zur Schule, trägt normale Klamotten und ihre Schultasche ist ein alter, bekritzelter Rucksack. Kurzum: Jazz steht auf ihr nichtssagendes Image und lebt es aus vollem Herzen aus.

Sie ist noch keine Woche an der Schule, als sie bei einem Trainingsunfall einen Baseball an den Kopf bekommt und - zum Erstaunen aller - nicht ohnmächtig zusammenbricht.

Stattdessen führt sie sich an der neuen Schule so richtig "gut" ein, indem sie einen ihr vollkommen unbekannten Mitschüler aus dem Baseballteam zu beschützen beginnt und im Zuge dessen ein anderes Mitglied des Teams schlägt.

Platzverweis und Trainingssperre sind nur der Beginn einer wirklich abstrusen Geschichte, in die Jazz mehr und mehr verwickelt wird.

Was will David wirklich von ihr? Und wieso trifft sie immer öfter auf extrem stylische oder extrem zerlumpte Gestalten?

Und was zum Teufel hat Frederik damit zu tun?

Das und noch ein bisschen mehr erfährt man beim Lesen von "Der Schild".

Kindle-Version Der Schild

Taschenbuch - Der Schild

Viel Spaß damit!

Dämonenbiss - Biss gehabt


Dämonenbiss


Seine Adoptiveltern kamen auf die glorreiche Idee, ihn so zu nennen, und nun fristet der coolste Barkeeper im angesagtesten Club der Stadt sein Leben mit dem Namen Detlef.

Dass die Welt, in der er seit 20 Jahren lebt, nicht seine Heimat ist, erfährt er erst, als ihm auf dem Nachhauseweg ein Ritter in schimmernder Rüstung erscheint und ihn ... nun ja, zur Hölle schickt ...

Weiteres zu Detlef, dem Biss der Dämonen und vor allem zu der neuen Bekanntschaft "Tia" findet man auf allen Ebook-Plattformen unter dem Titel Dämonenbiss.

In der Anthologie Biss gehabt, in der sich Detlef mit einer verfluchten Vampirjägerin und einem schreibblockierten Autor die 'Seiten' des Ebook-Readers teilt, stellen zwei wunderbare Kolleginnen von mir ihre Interpretationen zum Thema "Magisches Essen" vor.

Maria M. Lacroix und Tonja Züllig.

Mit beiden habe ich mich im letzten Dezember in Zürich getroffen, wo wir eine gemeinsame Lesung abhielten und das Publikum überzeugen konnten. :)




Zu finden sind alle drei in einem Band unter anderem hier:
E-Book Biss gehabt
Taschenbuch Biss gehabt

Anthologie und Einzeltext entstanden durch eine Ausschreibung für einen Fantasykurzroman auf der Plattform www.neobooks.com.
Hier finden Nachwuchsautoren und alte Hasen übrigens immer wieder ansprechende kleine Wettbewerbe.
Alle vier Ebooks wurden durch Droemer Knaur, beziehungsweise deren Onlineableger neobooks verlegt. 

Donnerstag, 18. Oktober 2012

[Zitat] Vito Kane

Ein Zitat von Vittorio Kane:
Die besten Dinge im Leben sind keine Dinge.
Es sind Personen.Persönlichkeiten, denen man begegnet. Ich hatte das Glück und die Ehre, zwei solcher Persönlichkeiten kennenzulernen.
Vielleicht sollte ich für die Zeit, die mir mit beiden vergönnt war, einfach dankbar sein.
Vielleicht sollte ich damit leben. Mit dem Bewusstsein, weder Celia noch Kit jemals wiederzusehen.
Aber kann ich das?
Kann ich alles aufgeben? Aufhören zu atmen?
Nein, denn, wenn ich ehrlich bin, gibt es eine dritte Persönlichkeit, die mich allein durch ihre kleine, unschuldige Existenz daran hindert: Nathaniel.
Mein Patenkind. Schon der Gedanke an ihn lässt mich lächeln und vergessen. Ein Blick aus seinen wissenden, leuchtend grünen Augen genügt, um mich zu beruhigen.
Vergessen kann ich dadurch nicht, aber weiter existieren.
Atmen, essen, schlafen, manchmal sogar lachen. Aber nur für ihn.
Das ist mehr, als ich seit Kits Verschwinden verlangt hätte.
Nathaniel ist mittlerweile drei Jahre alt. Seit dem Tag, an dem mein kleiner Bruder mir mit stolzgeschwellter Brust von der Existenz seines ersten Kindes berichtet hat, schenkt mir dieses Kind einen Grund zum Aufstehen, zum Atmen, zum Weitermachen.
Weitermachen … womit eigentlich?
Hm, eine Frage, die ich vorziehe, mir nicht zu stellen. Sie birgt zu viel Schmerz in ihrer Antwort.
Nein, ich mache nicht weiter. Ich bin einfach. Irgendwie. Irgendwo.
Geliehene Zeit, jeder einzelne Tag.


Sonntag, 14. Oktober 2012

Wunschgewitter

Hallo zusammen,

nach einiger Wartezeit, in der ich tatsächlich mal 'Wichtigeres' zu tun hatte, als meine eigenen Texte zu beackern, ist es heute erschienen.

(c) tinica10 @ fotolia.com, Bildgestaltung Nathan Jaeger

Der eine oder die andere erinnern sich vielleicht noch, dass ich wegen des Covers  recht unsicher war ... Das ist nun anders :)

Und als kleine weitere Erinnerungshilfe hier der Klappentext:

„Beziehungen sind was für Leute, die nicht im Service arbeiten“, findet zumindest Anja Sattler, die ihre wenige Freizeit außerhalb des väterlichen Restaurants lieber mit Partys, ihrer Clique und Männern verbringt, bei denen es ihr egal ist, ob sie morgens zum Frühstück bleiben. Ihrer ‚Omama‘ Amalie ist das schon seit Längerem ein Dorn im Auge, deshalb schickt sie ihrer Enkelin ein Kochbuch mit geheimen Rezepten. Das vierzehnte soll Anja zubereiten und davon essen. Klingt so weit ja nicht schwierig, noch dazu ist die Mousse au Chocolat total lecker, aber wieso passieren seitdem so seltsame Sachen? Kann doch nicht normal sein, dass das 1000-Watt-Lächeln nicht mehr von Anjas Gesicht weichen will. Und überhaupt! Erst ist da dieser Gast mit den mitternachtsblauen Augen, den sie, mitten im Service, total unprofessionell anstarrt, dann noch dieser Ich-sehe-gut-aus-und-weiß-das-auch-Typ, der sie während ihrer Schicht ungeniert anbaggert. Und wieso tut sich dieser verdammte Boden tatsächlich auf, nur weil man es sich grad mal wünscht?!

Neugierig geworden? Dann schaut bei neobooks.com oder in Eurem E-Book-Handel Eurer Wahl vorbei, dort sollte es bald verfügbar sein!

Liebe Grüße

Nat 

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Mehr von Colin und ...?


Hallo zusammen,
heute mal was … äh … Neues?

Mal sehen, jedenfalls für mich ist es neu, denn diese Entscheidung ist erst in den letzten Tagen gereift.
Um das zu erklären, muss ich etwas ausholen, aber das kennt Ihr ja von mir …

Okay, also, als ich Anfang 2011 das erste Mal „Seelenwächter – Die Zwillinge“ bei Neobooks.com hochgeladen habe, bemängelten einige der Testleser, dass es nicht wirklich um die Zwillinge Kepler ging, sondern irgendwie nur um Sue.
Nun hat es sich ergeben, dass ich damit angefangen habe, die (spätere) Geschichte, also ab Band 2 (Seelenwächter – Der Bruderkrieg) nicht nur aus der Sicht von Sue zu schreiben, sondern auch, und zwar in eigenen Büchern, aus der von Colin.
Und da sitze ich nun und verkünde, dass ich bereits mitten in der Arbeit an „Seelenwächter – Die Freundschaft“  stecke. :)
Dieser Band läuft tatsächlich parallel zum Bruderkrieg. Und er erzählt Colins Sicht. Wenn es sogenannte Cross overs gibt, ist zumeist die Perspektive geändert, so dass man, egal welchen Band man am Ende liest, immer eine ganz eigene Story vor sich hat.
Ich habe eine Weile darüber nachgedacht, ob das Sinn macht, weil Vieles ja doch doppelt auftauchen  wird. Doch dann stellte ich, mitten beim Schreiben, fest, dass bei allen Parallelen der Fokus doch auf gänzlich anderen Dingen liegt.
So entsteht hier an meinem PC gerade ‚die zweite Dimension‘ der Seelenwächter.

Und ehrlich, ich freue mich, sehr darüber!
Ob Ihr das auch so sehen können werdet, sehe ich dann, wenn „Die Freundschaft“ erscheint. :)

Und hier eine Leseprobe für die ganz Neugierigen:

„Oh, hi Vito, was ist los?“, fragt Colin erstaunt in sein Handy, während er durch das riesige Balkonfenster auf Teras‘ Dachterrasse hinaussieht. Seine Schwester sonnt sich auf einer Liege und textet mit Toni. Immer wieder hört er eine leicht blecherne Version von ‚Das Boot‘.

„Nichts!“ 

Colin stutzt. „Moment mal, du rufst an, weil nichts ist? Muss ich das verstehen?“
„Na ja, ich dachte mir, ich kann dich nicht immer mit Hiobsbotschaften anrufen und das Gespräch neulich an Tonis Geburtstag gefiel mir.“
„Mir auch. Dann erzähl mal, was machst du heute noch?“
„Hm, trainieren, vermutlich. Mein Boss hat mich herausgefordert.“ Vito lacht auf eine Art, die Colin schon fast als übermütig bezeichnen will.
„Klingt spannend. Wirst du ihn in der Disziplin Haareraufen für Anfänger besiegen oder steht Nasebohren für Profis auf dem Plan?“
„Spinner! Nein, meine Waffe ist endlich angekommen. Scheiß Zoll, sag ich dir. Wenn du nicht grad Antiquitätenhändler mit Sondergenehmigungen bist, dauert’s ewig, bis du dein Baby wieder bei dir hast …“
„Du bezeichnest eine Waffe als dein Baby?!“
„Na ja, eigentlich hat sie einen anderen Namen.“
„Wer denn ‚sie‘? Ne Knarre?“
Vito lacht erneut. „Also bitte, wie unelegant ist das denn? Ich habe ein Schwert.“
„Ein Schwert …“, murmelt Colin tonlos.
„Ja, einen Meter lang, fünf Zentimeter breit, mit gewickeltem Griff und perfekt ausbalanciert.“
„Du verarschst mich doch!“
„Wieso sollte ich? Ich meine das ernst, Colin. Seit heute ist mein wichtigster Besitz wieder bei mir: Meine Klinge heißt Adamantia.“
„Also noch mal zum Mitschreiben: Du hast ein Schwert, ein echtes, so was wie die Ritter früher mit sich herumschleppten und das Ding hat den klangvollen Namen Adamantia?“
„Exakt!“
„Und das versetzt dich in einen solchen Freudentaumel?“
„Klar!“
„Und mit dem Ding wirst du nachher gegen deinen Boss antreten? Ist das nicht etwas … äh … antiquiert?“
Colin hört Vitos Schnauben. „Nein ist es nicht. Es ist elegant und …“
„… martialisch, stimmt genau!“
„Ich wollte eigentlich was anderes sagen …“
„Ja, ich weiß, aber das kann doch unmöglich dein Ernst sein!“
„Wieso? Schwertkampf hat was von Tanzen. Jede Bewegung muss passen, sonst wird’s schmerzhaft!“
„Wohl wahr. Aber ich muss das erst mal verdauen. Ist nicht grad leicht, sich das vorzustellen, verstehst du? Diese Euphorie, die du ausstrahlst und das wegen einer Waffe, das hat was Paradoxes an sich.“
„Hm, freust du dich denn nicht darüber, wenn du etwas wieder bei dir hast, das dir schon ein paarmal das Leben gerettet hat?“
Colin sieht wieder zu Teras. „Doch, ich glaube, ich verstehe, was du meinst … allerdings ist meine ‚Sache‘ keine Sache, sondern eine Person. Meine Schwester.“
„Teras hat dein Leben gerettet?“
„Ja sicher, sie hat dieses Jahr zweimal überlebt. Was auch mich zweimal hat überleben lassen. Und das versetzt mich in einen Freudentaumel … Nein warte, das klang jetzt sehr egoistisch … Ich will damit sagen, dass sie schlichtweg das Wichtigste ist, was es auf diesem Planeten für mich gibt und wenn sie ginge, würde ich ihr folgen.“
„Ich verstehe schon. Egoismus passt auch gar nicht zu dir … Also, wenn man von deinen Weibergeschichten absieht …“
„Ja ja, lach du nur. Was ist denn daran egoistisch? Die Frauen kommen immer auf ihre Kosten! Und ich bin ziemlich zufrieden mit meinem ausgesprochen ausgeglichenen Hormonspiegel.“
„Siehst du und ich powere mich lieber mit Training aus.“
„Du musst nen unglaublichen Body haben …“
Vito kichert. „Ja, Tonis Dusche ist total beeindruckt!“
„Okay, jetzt bist du der Spinner!“
„Klar! Und was liegt bei dir noch an heute?“
„Hm, gute Frage, Teras sonnt sich auf der Dachterrasse und ich werde wohl ziemlich bald nach Hause fahren.“
„Ja, verständlich, du wirst ja auch kaum noch Urlaub übrig haben, oder?“
„Also, momentan bin ich bei der zweiten Woche unbezahltem Urlaub, stimmt. Davon könnte ich zwar noch ein bisschen nehmen, aber irgendwann streikt meine Bank.“
„Was arbeitest du eigentlich?“
Colin lächelt. „Ich bin biologisch technischer Assistent und entwickle neue Anionentauschersäulen mit meinen zwei Kolleginnen und meinem Laborleiter.“
„Anionenwas?“
„Ich entwickle DNA-Extraktionsmethoden. Du weißt schon … DNA? Das Zeug, das man in jeder lebenden Zelle findet?“
Vito lacht auf. „Hey, nur weil ich Offizier der U.S. Navy war, heißt das nicht, dass ich blöd bin!“
„Schon gut, sorry. Sollte nicht andeuten, dass du blöd wärest. Ich bin nur so dran gewöhnt, es immer und immer wieder zu erklären …“
„Dann würde ich sagen, hast du den falschen Job.“
„Was meinst du damit?“
„Na ja, wenn du dauernd alles erklärst, solltest du vielleicht eher Lehrer sein?“
„Oh Gott! Ich soll Kindern was beibringen? Das gäbe echt ein Unglück! Ich kann mich ja selbst oft nicht ernst nehmen, wie sollten die es dann können?“
„Wird an deinem Geblödel liegen.“
„Nein, das mache ich irgendwie nur bei dir. Du bist immer viel zu ernst.“ Colins Ton wandelt sich.
Na gut, wenn er mich ernst erleben will, bitte!, denkt er und grinst.
„Hm, das kann sein. Ich nehme das Leben nun mal ernst.“
„Ja, deshalb lieferst du dir Juxkämpfchen mit deinem Boss - mit Schwertern!“, schnaubt Colin.
„Colin, wir trainieren, aber nicht aus Spaß, verstehst du das? Diese Klinge ist meine private Lebensversicherung.“
„Das …! Du meinst das ernst! Du kämpfst wirklich mit dem Ding? Um dein Leben?“
„Ja.“
„Das … ist krass. Wieso? Ich meine, es gäbe durchaus wirkungsvollere Methoden, sich seiner Gegner zu erwehren.“
„Nicht, wenn man dem Ehrenkodex unterliegt.“
„Okay, ich glaube, ich frage jetzt lieber nicht genauer nach. Ehrlich gesagt wundert mich sowieso schon die ganze Zeit, dass du überhaupt drüber redest. Bisher warst du doch eher der zugeknöpfte Typ.“
„Keine Ahnung, irgendwie dachte ich, mit dir könnte ich mal drüber reden. Du flippst nicht gleich so aus wie dein Schwesterherz …“


Mittwoch, 26. September 2012

Seelenwächter 02 - Coveralarm!

Hallo zusammen,

nach der letzten Bastelstunde in Sachen Cover für die Seelenwächter, habe ich nun taaaaatsächlich gleich ZWEI neue fertig!

Das zu Band 02 und das zu Band 03 :)

Hier ein kleiner Vorgeschmack, Cover und Rückseite mit Klappentext, extra für Euch!

Erscheinen wird es natürlich beim AAVAA Verlag, Berlin :)

LG Nat



Freitag, 21. September 2012

Lesende Ratten :)

Hallo zusammen,

da sitze ich, nachdem endlich alle Arbeiten an Seelenwächter 02 - Der Bruderkrieg abgeschlossen sind und auch das Hörbuch dazu fertig eingesprochen und zugeschnitten ist, ausnahmsweise mal lesend auf meinem Bett und was passiert?

Das hier:


Der "Graue" heißt Earl Grey und ist eigentlich Russian Blue hooded und der Schwarze ist Lexi, dessen Farbe man silvered black self nennt. 



Man sieht deutlich, die Jungs hatten keinen Bock, mich mit meinem Kindle zu teilen *gg*


LG Nat

Samstag, 8. September 2012

Geschafft ...

Hallo zusammen,

ja, ich hab's geschafft und bin geschafft.
Seelenwächter 02 - Der Bruderkrieg geht Ende der nächsten Woche zum Verlag :)


Das Cover habt Ihr ja schon gesehen, ich muss jetzt noch am Klappentext feilen, der gefällt meiner Holden nämlich noch nicht - was bedeutet, dass er mir auch nicht gefallen kann. *lach*

Und weil mir immer mitten in der Nacht erst einfällt, dass ich hier ja mal was schreiben könnte, versuche ich jetzt, das Gähnen zu unterdrücken und erzähle Euch jetzt noch schnell, dass wir, also der Counselor, der Captain und ich, am nächsten Wochenende nach Borken fahren, um in Pröbsting beim MPS - Mittelalterliches Phantasie Spectaculum - dabei zu sein.

Natürlich in Gewandung, gehört sich doch wohl so!

Morgen, äh, nein, nachher, kommt der Captain her, der dankenswerterweise ebenfalls nähen kann.

Das kann unser Counselor nämlich nicht. Also sitzen hier morgen zwei Männer an zwei Nähmaschinen und lassen die Nadeln glühen, damit Westen, Hemden, Hosen und ein Kleid für die holde Maid fertig werden. Oh, und drei Umhänge.
Herrjeh, ich gebe meine Gewandungen nie wieder ab, nur weil ich mal ne Zeit lang nicht zu solchen Veranstaltungen gehen will -.-

Okay, genug geschwafelt, wenn sich hier mal ein paar mehr Leute zwecks Kommentaren melden, lade ich nach dem MPS vielleicht sogar ein paar Bilder hoch ;)

Wenn nicht, vielleicht auch, also keine Sorge. Erpressung ist nicht mein Stil ^^

LG Nat


Dienstag, 28. August 2012

neu, neu , neu

Hallo zusammen,

heute aus aktuellem Anlass und auch nur gaaaanz kurz ein kleiner Abriss über die Dinge, die in den nächsten Wochen und Monaten anstehen:

1. Anjas Wunschgewitter geht gerade in die letzte Überarbeitung. *yeay* Danke an meine Testleserinnen Nicky, Chrissi und Jenny. <3

2. Seelenwächter 02 - Der Bruderkrieg ist fertig und liegt jetzt im Korrektorat. Derweil bastele ich am Klappentext und bald erscheint es :)

3. Emily und die W.i.n.G.S. gehen auch in die Zielgerade, da werde ich demnächst Testleser brauchen!

4. Der Schild in der Gesamtausgabe wird in den nächsten Wochen erscheinen. Wenn ich es im Moment richtig bedenke, wohl als Print. :)

5. In Kürze werde ich drei Fantasy-Kurzromane schreiben für die Bloggerinnen, die sich an meiner Aktion von neulich beteiligt haben. Fragebögen sind heute, einen tag nach Fristablauf rausgegangen. :)

So, mehr gibt's heute nicht zu sagen, ist aber doch irgendwie ne Menge ... ne Menge Arbeit vor allem ;)

LG Nat

Und als Schmankerl das Cover von SW 02:


Mittwoch, 22. August 2012

Bilderalarm ... oder: Welches Cover nehm ich denn jetzt?!

Hallo zusammen!

Ja, ich drücke mich grade vor einer wichtigen Entscheidung:

Welches Cover wird meine Wunschgewitter-Geschichte über Anja und ihre Omama denn nun kriegen?

Seid doch so nett und sagt mir mal, welches Ihr am besten findet.

Oh, der schwarze Rahmen ist nicht original, den hat der Upload hinzugebastelt ... 

DANKE!

Nat




Die Endfassung


Sonntag, 12. August 2012

Anja und die Wünsche

Hallo zusammen,

ich hecke grad einen neuen Roman aus, Genre: Urban Fantasy, Altersklasse: Young Adult

Anja Sattler heißt die Protagonistin, die im väterlichen Restaurant als Servicekraft arbeitet, und kurz nach ihrem 21. Geburtstag ein Geschenk von "Omama" Amalie Sattler bekommt: Ein Buch mit speziellen Rezepten, die Magie bewirken.

Dass schon mit dem ersten Rezept und dessen Folgen das blanke Chaos in Anjas Leben einzieht, dürfte klar sein.

Leseprobe:



Gegen Mittag stand Anja auf. Als ausgeschlafen konnte sie sich zwar nicht bezeichnen, aber der Anruf bei Omama, der hoffentlich aufklären würde, was am Dienstag passiert war, und wieso sie das Rezeptbuch bekommen hatte, stand an.
Noch in ihrem Nachthemd wählte sie Amalie Sattlers Nummer.
„Hallo Anja. Es freut mich, dass du mich alte Frau nicht schon im Morgengrauen angerufen hast.“
„Omama, du stehst mit den Hühnern auf, das wäre also gar nicht so tragisch gewesen“, versetzte Anja gähnend.
Amalie lachte. „Das ist wahr, aber meine Enkelin steht erst mit den Mittagsblumen auf, nicht wahr?“
„War ne lange Nacht gestern. Hab doch mein freies Wochenende. Du kannst dir sicher vorstellen, wann ich ins Bett gekommen bin.“ 
„Anständige Leute kommen im Hellen nach Hause … so gegen sieben Uhr morgens“, beschied Amalie ihr und kicherte. „Aber deswegen rufst du ja nicht an, Kind. Also? Hast du ihn getroffen?“
Diese Frage irritierte Anja. Erstaunt nahm sie den Hörer vom Ohr und sah ihn an, dann besann sie sich und fragte: „Wen, ihn? Ich dachte, du fragst mich, wie die Mousse geworden ist!“
„Wenn du ihn getroffen hast, war die Mousse perfekt, Kind. Also raus damit: Hast. Du. Ihn. Getroffen?“
Juhu! Orakelstunde, schnaubte Anja in Gedanken. Laut sagte sie: „Wenn du mir nicht sagst, von wem du sprichst, kann ich dir kaum die richtige Antwort geben, Omama!“
Diese Zurechtweisung reizte Amalie nur zu einem weiteren Lachen. „Dass ich nicht Niels oder deinen Vater meine, dürfte wohl klar sein. Na los, erzähl‘s deiner alten Omama! Wie sah er aus?“
„Wer?!“
Allein das scharfe, tiefe Einatmen von Amalie klang schon wie ein Vorwurf. „Kind, du hast die Mousse gemacht, das weiß ich. Und ich weiß auch, dass du jedes notwendige Talent besitzt, um sie gelingen zu lassen. Und noch dazu weiß ich, dass du sie niemals weggeworfen hättest, ohne davon zu naschen. Und nun will ich alles Ungewöhnliche wissen, was seitdem passiert ist!“
Anja schnaubte unwillig. „Ach so, du meinst, so Sachen wie eine Mousse au Chocolat, die unerlaubterweise ein Herzchen für mich macht?“
„Es hat also geklappt. Hm …“
„Was: ‚Hm‘?“
„Die Mousse ist eine Art … Bringdienst, Kind. Wenn du von ihr gegessen hast, ist jemand in dein Leben getreten, der eine sehr wichtige Rolle spielen wird. In deiner Zukunft, meine ich.“
„Aha?“
„Also wirklich, Anja! Du hast das Rezeptbuch nicht geerbt, weil du dich in den letzten Jahren derart begriffsstutzig benommen hast. Holst du das ausgerechnet jetzt nach?“
„Nein. Aber warte mal … Da war was mit nem Typen … Sogar zweimal.“
„Wie sah er aus?“
„Er war nur ein Gast, am Montag, glaube ich. Ein Mitglied einer Marschkapelle, die urplötzlich reinschneite. Na ja und heute Morgen hat er mich nach Hause begleitet von der Disko aus.“ 
„Das war jetzt nicht wirklich eine Beschreibung seines Aussehens …“
„Na gut, wenn du es unbedingt wissen willst: Er heißt Stefan, ist 25, Student, sieht ziemlich gut aus und weiß das auch ganz genau. Braunes Haar, grün-braune Augen, nettes Lächeln … Zufrieden?“
„Hm … Also hat es geklappt und du hast ihn getroffen. Das ist gut, wirklich gut! Ich wusste, du bist eine echte Sattler!“
„Also wenn wir das jetzt geklärt hätten, dann wüsste ich gern, wieso die Mousse solche Sachen gemacht hat. Und wieso ich das machen konnte. Und wieso ich es machen sollte. Und dann kannst du mir auch gleich noch verraten, woher ich wissen soll, wann ich welches Rezept machen und wem ich davon zu essen geben soll.“
Amalie beantwortete geduldig jede einzelne Frage ihrer Enkelin. Zwei volle Stunden telefonierten sie, und Anja war am Ende nicht viel schlauer als zuvor.

Wie immer freue ich mich über Meinungen :)

Ach ja, es wird, wenn ich es tatsächlich in Kürze (nur noch ein Kapitel muss ich schreiben) fertig bekomme, recht zeitnah ins Korrektorat geschickt und vermutlich im September erscheinen. (Mit etwas Glück sogar in mehreren Ebook-Formaten)

Oh, fast vergessen: Das Ganze gilt natürlich nur, wenn ich möglichst bald ein passendes Cover finde ...


Grüße Nat

Donnerstag, 2. August 2012

Leseprobe ahoi!

Hallo zusammen,


heute gibt's ne neue Leseprobe, diesmal aus "Der Schild", damit die gute Jazz nicht vollkommen untergeht. :)


Jasmin sah sich kurz um. Sie würde täglich vier Stunden lang dämlich auf dieser kalten, ungemütlichen und – das ahnte sie jetzt schon – nach ganzen zwanzig Minuten vollkommen verhassten Bank herumsitzen. Greven hatte ihr mit säuerlicher Miene den Platz zugewiesen und nun hockte sie hier und stierte Löcher in die Morgenluft.
Sie riskierte es besser nicht, zu interessiert an ihrer Umwelt zu wirken. Schließlich war das Baseballteam ebenfalls auf dem Platz und sie hatte beim besten Willen keine Lust, sich noch einen Monat zusätzliches Trainingsverbot einzuhandeln.
Sie schaffte es, volle drei Stunden lang lethargisch auf der Bank zu sitzen, sich nichts anmerken zu lassen, obwohl ihre Füße vor Anspannung und Tatendrang kribbelten.
Doch nach besagten drei Stunden aufs feuchte Gras starren sah sie unerwartet plötzlich zwei Turnschuhe vor sich. Sie blinzelte ein paarmal, schluckte und ließ den Blick langsam aufwärts wandern, während der Besitzer der Schuhe sie ansprach.
„Hey, du bist die neue Superläuferin, oder? Wie heißt du?“
Jasmin verzog grimmig den Mund, blickte schließlich mit überstrecktem Hals in das Gesicht des Sprechers.
„Siehst du mich laufen?“, brummte sie.
„Ich bin David, Dave … Ich hab mitbekommen, dass du gestern Trainingsverbot kassiert hast“, fuhr er unbeirrbar fort und zog sich nun wirklich ihren Ärger zu.
„Soll ich schnell zur Kantine gehen und dir ein paar Salzstreuer holen? Vielleicht willst du ja noch mehr davon in meine Wunden streuen?“, fauchte sie und wandte sich genervt ab.
„Sorry, mir war nach deinem gestrigen Auftritt Gregor gegenüber nicht ganz klar, was für eine Mimose du bist. Krieg dich wieder ein!“, meckerte er zurück und wandte sich trotzdem nicht zum Gehen.
„Ich bin Minirambo, schon vergessen? Vielleicht solltest du lieber wieder rübergehen bevor Jonas oder Greven dich anzählen? Ich glaube nämlich nicht, dass ich Bock drauf habe, mir diese schnuckelige kleine Bank den nächsten Monat mit dir zu teilen!“
Das war deutlich. Dachte sie.
„Mensch, nun sei doch nicht so zickig! Ich war eigentlich hierhergekommen, um dich zu fragen, ob du nach der Schule schon was vorhast. Ich wollte dich auf ein Eis einladen.“
„Rennen hier eigentlich nur Bekloppte rum? Gestern der Pitcher, heute du.“
„Oh, danke, mit Gregor werde ich wirklich gern auf eine Stufe gestellt“, sagte er und verzog das Gesicht. „Nun komm schon, wie heißt du?“
 „Mein Name ist Jazz. Für Doofe: wie die Musik. Kannst du jetzt vielleicht mal abschieben und mich in Ruhe lassen?“
„Sobald du mir gesagt hast, wann ich dich wo abholen kann.“
Mann, der ist ja echt nicht von diesem Stern, dachte sie und stöhnte auf.
„Ich habe schon was vor. Was im Übrigen auch für die nächsten zwanzig Jahre gilt. So Pi mal Daumen.“
Er grinste. „Und was hast du vor?“
„Laufen! Hier komme ich leider nicht mehr dazu. Weil an dieser Schule geistig offensichtlich Minderbemittelte ungestraft mit Fastballs um sich pfeffern dürfen.“
„Du kannst ihn echt nicht leiden, was? Und ich dachte schon, du hättest ihm eine reingehauen, weil er mich abgeworfen hat.“
„Klar, bild dir mal keine Schwachheiten ein.“
„Tu ich nicht. Ich fand’s ziemlich nett von dir.“
„Sag mal, willst du es nicht schnallen? Ich hab keinen Bock. Nicht auf diesen Spinner, nicht auf dich. Kann ich jetzt weiter Grashalme zählen, oder musst du mich noch länger nerven?“
Offensichtlich fand er ihre Kratzbürstigkeit nicht halb so schlimm, wie sie gehofft und einkalkuliert hatte.
„Also, was ist? Kann ich nachher mit dir laufen und wir essen danach ein Eis?“, fragte er. Sein breites Grinsen grenzte schon an absolute Ignoranz, fand Jasmin.
Deshalb starrte sie ihn mit offenem Mund an und fragte sich, was sie verbrochen hatte, um so bestraft zu werden.
„Du kannst so viel und so weit laufen, wie du willst. Am besten jetzt gleich und in Richtung Outfield. Vielleicht bewahrt mich das vor deinem Gelaber? Oder muss ich dir erst kräftig vors Schienbein treten, damit ich wieder nen Platzverweis und einen weiteren Monat Trainingssperre kriege? Vielleicht flieg ich auch lieber gleich aus dem Team oder von der Schule! Ich hab ja nicht lange genug dafür gekämpft, mitten im Schuljahr hier aufgenommen zu werden, das kann ich mir von ein paar Testosteronschleudern doch ganz leicht wieder kaputtmachen lassen, oder?“ Schnell setzte Jasmin sich auf ihre Hände. Dieser Wutanfall war echt krass, sie hatte Angst, ihm auch noch eine zu kleben. Dabei war sie doch eigentlich gar kein gewalttätiger Mensch!
„Okay, okay, du hast gewonnen. Dann eben kein Eis …“
„Und auch kein Laufen!“, unterbrach sie ihn rüde. „Du würdest eh nach der ersten Runde durch den Stadtwald schlappmachen.“ Sie stockte. Nun hatte sie sich in ihrer Wut verplappert.
Erstaunlicherweise ließ er sich nicht anmerken, dass er ihren Ausrutscher mitbekommen hatte. Er lächelte kurz und sah über das Feld zu seinem Team. Entrüstet teilte er ihr dann mit, was er von ihrer Einschätzung seiner Ausdauer hielt: „Hey, von wegen! Ich laufe jedes Wochenende mit Freunden!“
„Das freut mich! Sogar unglaublich doll. Es bedeutet nämlich, dass du mit denen laufen kannst und ich endlich meine Ruhe habe.“
„Weißt du was? Vergiss es einfach!“ Er schien endlich aufgegeben zu haben, doch Jasmin erlaubte sich noch kein erleichtertes Aufatmen.
„Würd ich ja, wenn du mich endlich in Ruhe lassen könntest!“, gab sie zurück und wandte sich demonstrativ von ihm ab.
Er hatte sich schon umgewandt, bereit, ihrem mehr als nur ausdrücklichen Wunsch zu entsprechen, als er noch einmal kehrt machte.
„Hey, bevor ich’s vergesse: danke für deine Hilfe gestern. Auch wenn mir bisher nicht klar war, dass ich aussehe, als könnte ich mich nicht selbst wehren.“
Sie sah überrascht auf, ihre Augen trafen seine. Grün-grau. Irgendwie beruhigte dieser Blick sie. Ihre Wut verging so schnell, wie sie gekommen war. Sie öffnete den Mund zu einer Antwort und schluckte, bevor sie sprach.
„Die anderen haben dich festgehalten.“
„Und das ist die Erklärung dafür, dass du einen Typen angreifst, der fast zwei Köpfe größer ist als du?“, fragte er und setzte sich neben sie. Sie rückte von ihm fort, soweit es ging, ohne von der Bank zu fallen.
„Na ja, damit hat er wenigstens nicht gerechnet. Ich wollte ihn eigentlich nur fragen, ob er noch alle Tassen im Schrank hat, aber der hat mich allen Ernstes gefragt, ob ich ein Date will! Und weil ich seit einer Woche in der Kantine ertragen muss, wie er herumstolziert, dieser eitle Gockel, fand ich die Situation ziemlich passend. Der denkt doch wirklich, dass alle auf ihn abfahren!“, brachte sie verächtlich hervor und mied seinen Blick. Deshalb war die erste Reaktion, die sie von ihm bemerkte, sein leises Kichern.
„Ja genau! Lach mich aus!“, forderte sie ihn mit düsterem Ton auf und verschränkte beleidigt die Arme vor der Brust.
„Ich lache dich nicht aus, ich staune nur. Gibt hier nicht viele Mädchen, die so ein klares Bild von Gregor haben.“
Es kam, wie es kommen musste: Ein schriller Pfiff erklang so laut hinter Jasmin, dass sie erschrocken aufsprang.
Greven stand hinter ihr. Sie suchte schon nach Worten für eine plausible Erklärung, dann erkannte sie, dass ihr Trainer sie gar nicht beachtete. Sein verärgerter Blick war einzig und allein auf den neben ihr stehenden David gerichtet. Nun sah sie auch, dass er genauso groß war wie Gregor.
„Kannst du mir mal verraten, wieso du eines meiner Teammitglieder vom Absitzen seiner Strafe abhältst?“, fauchte Greven und David tauschte einen kurzen Blick mit Jasmin.
„Entschuldigen Sie, Herr Greven, Jasmin kann nichts dafür, ich habe mich lediglich davon überzeugen wollen, dass es ihr gut geht. Es ist ziemlich kalt heute, wenn man nur herumsitzt.“ Wie zur Bestätigung ergriff er eine von Jasmins eiskalten Händen und hob sie – mit einem kleinen, Jasmin unerklärlichen Zögern – vor Grevens Gesicht. „Da, fühlen Sie mal. Ihre Superläuferin wird in einer Woche mit ner fetten Grippe im Bett liegen, wenn Sie nicht aufpassen.“
Jasmin spielte das Spiel mit und staunte, als Greven voll drauf hereinfiel.
„Danke, David. Daran habe ich in meinem Ärger nicht gedacht. Trotzdem solltest du zu deinem Team zurückgehen.“
Wortlos nickte David und joggte zu seinem Team.
Greven musterte Jasmin ernst. „Das tut mir leid. Ich wollte, dass du drüber nachdenkst, was du falsch gemacht hast, aber erfrieren sollst du natürlich nicht. Hol deine Jacke. Und wann immer dir kalt wird, darfst du ein wenig auf und ab wandern, aber du entfernst dich nicht von deiner Freundin, der Bank.“

So, das also erst mal dazu. :)
Da der Text schon ne Weile im Verkauf ist, wird da nichts mehr geändert, aber über Meinungen freue ich mich trotzdem, egal ob positiv oder negativ!


LG Nat 

Freitag, 27. Juli 2012

[Rezension] Pat McCraw - Duocarns: Die Ankunft


Hallo zusammen,
Mein Kindle Touch und ich hatten eine sehr vergnügliche Nacht und ich habe beschlossen, Euch gleich daran teilhaben zu lassen.

Ich habe grade, wie im Titel ersichtlich, Pat McCraws Einstiegsband zu ihrer Duocarns-Reihe gelesen.

Ich unterteile meine Rezension(en) immer in die Unterpunkte Cover, Handlung, Struktur, Sprache, Charaktere und eine Zusammenfassung.


Quelle:  http://www.duocarns.com/



Technische Daten
Form: Kindle-Ebook,
Seitenzahl: geschätzte 222 Seiten, keine Kapitelunterteilung
Verlag: Elicit Dreams Verlag, 2012
Agentur (?): Chichili Agency 
Genre: angegeben als Erotic Fantasy & Gay Romance

Cover:
Gefällt mir ganz gut, wobei ich mir, angedenk der Science-Fiction zu Beginn, ein wenig mehr Hinweis darauf gewünscht hätte. Die darauf gezeigten Protagonisten Tervenarius und David wurden wohl ausgewählt, um dem genannten Genre zu entsprechen. Mir persönlich erscheint das angesichts der zuerst auftauchenden Hetero-Lovestory, die auch (noch?) deutlich mehr Raum einnimmt, zu einschränkend.

Handlung:
Zwei Gruppen von Aliens geraten durch eine Raumverzerrung nahe ihres Heimatplaneten auf die Erde. Die Guten und die Bösen – natürlich. Kontakte zu den Menschen müssen geknüpft werden, man braucht Geld / Einnahmequellen, Kleidung, Tarnung. Neben Geschäftsbeziehungen zu Menschen werden auch zwei Liebesgeschichten angebahnt, die plausibel und glaubhaft geschildert werden.
Die guten Doucarns, eine Kriegerkaste ihres Heimatplaneten, sehen sich verpflichtet, auch auf der Erde gegen ihre Feinde, die Bacani, ins Feld zu ziehen. Im ersten Band jedoch wird mehr geredet als getan, Pläne werden entworfen und beide Aliengruppen müssen ja auch erst mal in Ruhe „ankommen“ in Kanada.
Für mich glaubwürdig in Tempo und Handlungsweise der Charaktere, werde ich in Raumschiffe, auf einen Mond, nach Kanada und – ganz wichtig – in die Seelen vieler Personen mitgenommen.
Die Geschichte gefällt mir bisher, weil sie sich langsam entspinnt und nicht dauernd mit der Tür ins Haus gefallen wird. Auch erscheinen mir die Handlung und Grundidee neu / unverbrauchter als zum Beispiel Vampire, Werwölfe, Dämonen oder Engel.

Charaktere:
Zwei Haufen Aliens und ein paar Menschen, man erkennt jedoch schnell, wer Haupt- und wer Nebencharakter ist, was mir den Durchblick erleichtert hat.
Das in meinen Augen große Manko – auch durch die Vielzahl der agierenden Personen bedingt – sind die Namen der Doucarns, die durchweg zwischen Zungenbrecher und Lesestolpler angesiedelt sind.
Hier die Schnellzusammenfassung der Personen, deren Namen ich jetzt, so frisch nach dem lesen, schon wieder nachgucken muss:
Solutosan, Tervenarius, Patallia, Xanmeran, Meodern und ein „Daheimgebliebener“ Ulquiorra …
Wahrscheinlich hab ich die nach Band 4 dann auch alle im Kopf, aber so in dieser Form war es für mich echt nervig, an jedem Namen immer wieder hängen zu bleiben. Sehr schade, hier sehe ich aber ein Versäumnis des Lektorats, das auf solche Stolpersteine aufmerksam zu machen hat.
Abgesehen von den Namen wurden die Charaktere aber sehr schön, tiefgründig und deutlich beleuchtet, so dass die wichtigen Personen klar gezeichnet sind, ohne in nennenswerte Klischees zu verfallen. Da ich hierauf das größte Augenmerk lege, weil mir oberflächliche Charaktere zuwider sind, kann ich zu den Personen abschließend sagen, dass ich sher zufrieden bin.

Struktur:
Zu Anfang wurde mir gesagt, dass ich am Ende ein Personenverzeichnis finde. Das ist soweit in Ordnung, allerdings hätte ich mir einen Hyperlink dorthin gewünscht.
Ohne Aufteilung in Kapitel und deutliche Abtrennungen wurde ich von einer Person zur anderen katapultiert, was mich zwischenzeitlich etwas irritierte, weil die einzigen Trennzeichen sowohl für Sichtweisenwechsel als auch Ortswechsel verwendet wurden. Hier hätte ich mir mehr Klarheit gewünscht. Gliederung ist sehr wichtig, um den Leser ein wenig zu pampern.
Die Sichtweisenwechsel und Ortswechsel haben mich zum Teil sogar gestört und ich habe mich mehrfach dabei ertappt, dass ich die Szenen über die Bacani gar nicht gelesen, sondern überflogen / quergelesen habe. Das schreibe ich aber meiner Ungeduld zu, weil mich die Handlungsstränge zu den Duocarns deutlich mehr interessierten.
Mir ist dabei durchaus bewusst, dass gewisse Handlungen beschrieben werden mussten, um dem Leser das Gesamtbild zu erhalten.

Sprache:
Flüssig und verständlich, den Situationen und Charakteren angepasst, das hat mir sehr gut gefallen.  An der Autorin habe ich also nichts zu mäkeln und an ihrem Stil auch nicht!
Noch vorhandene Fehler (und davon gab es mehr als mir lieb war) schreibe ich ganz klar dem Korrektorat zu. Da sind echt noch ein paar Hunde begraben, was ich persönlich sehr schade fand, weil mir solche Dinge den Lesespaß nehmen können, wenn sie gehäuft auftreten.
Der schlimmste Fehler war der Genitiv von Doris. Es ist Doris Bohlen, soweit ist die Sache klar. Doch dann ist ständig von Doris Bruder die Rede, was aus Doris eine Dori macht. Richtig wäre Doris‘ Bruder.
Und nein, ich bin hier nicht pingelig, solche Dinge dürfen einmal passieren, sich aber niemals durch einen kompletten Text ziehen.

Zusammenfassung:
Pat McCraw hat hier einen sauberen ersten Band abgeliefert, der vielversprechend daherkommt.
Mir gefällt ihr erschaffenes Universum mit Gestaltwandlern, Hybriden und den damit verbundenen Fähigkeiten. Ich werde ganz sicher weiterlesen und gespannt auf die noch nicht erschienenen Bände warten.
Ich habe derzeit schon ein paar Lieblinge unter den Charakteren, die behalte ich aber für mich! ;)

Ich bin mir noch nicht ganz darüber im Klaren, ob ich ein Punktesystem einführen werde oder will, deshalb lasse ich das hier ohne Punkte stehen.
Die Rezension bei Amazon wird erscheinen, wenn ich mir genug Gedanken dazu gemacht habe, vorerst also nur hier ;)

Grüße und eine klare Leseempfehlung für Freunde von Science-Fiction, Gay-Romance und Erotic Fantasy.

LG Nat




Mittwoch, 18. Juli 2012

Emily wird schrullig, Alec mutiert zum Greis. Oder: Plotten nervt!

Hallöchen,


irgendwie habe ich derzeit mein Mitteilungsbedürfnis nicht mehr ganz im Griff, deshalb nerve ich meine werten Leser nun mit Neuem aus Duisburg. *gg*
Eine kleine Leseprobe wird's auch geben, Ihr sollt ja endlich auch mal was von meinem Blog haben (oder so ähnlich).

Zu dem neuen Jugendroman also nun ein paar Worte.


Ich habe seit einiger Zeit die Idee für eine Serie mit einzelnen, in sich abgeschlossenen Episoden in Romanlänge im Kopf, die alle im Grunde nur eines gemeinsam haben:
Die Geheimorganisation "W.i.n.G.S." spielt in allen eine Rolle.


W.i.n.G.S. steht für (Eine) Waffe ist nicht (des) Genialen Schwert, was witzigerweise auch auf Englisch funktioniert ((A) weapon is not (a) genius' sword). Cool, oder?


Was das genau und im Einzelnen bedeutet, werde ich erst einmal nicht verraten, aber ich erzähle Euch etwas über die Hauptpersonen des ersten Bandes, der, wie schon gesagt, in sich abgeschlossen sein wird.


Emily wird in 14 Tagen achtzehn und gehört zur Familie Haberstedt.
Die Haberstedts sind bei allem was sie tun relativ erfolgreich, haben das Glück mehr oder minder gepachtet, doch natürlich kann ein solcher Umstand nicht aus dem Nichts auftreten.
Vor vielen Jahren machte ein Haberstedt einen Deal mit einem fremden Wesen aus einer Welt jenseits der Traumbarrieren, 
Dieses Wesen erhält als Bezahlung für den zugesicherten Erfolg des Familienclans eine Bezahlung, die alle achtzehn Jahre eingefordert wird: Ein Mädchen aus dem Clan muss an seinem achtzehnten Geburtstag über die Schwelle des Traumreiches gehen und dort bleiben. 
So geschieht es seit etlichen Jahrzehnten und natürlich ist Emily in diesem Jahr die Einzige aus der gesamten Familie, die achtzehn wird.
Der 24. Juni (und damit Emilys Geburtstag) rückt immer näher und mit jeder Nacht werden die Träume, die Emily auf den kommenden Übergang vorbereiten sollen, abstruser und seltsamer.
Immer wieder rennt sie durch einen endlos langen Flur, von dem etliche Türen abgehen, und immer wieder sieht sie einen großen, dunklen Verfolger hinter sich. Das Einzige, was Emily weiß, ist, dass am Ende dieses Alptraumflurs die Wahrheit auf sie wartet.
Dazu kommen Veränderungen an ihr, die sich nach den Träumen in ihrer jetzigen Welt manifestieren.


Alec ist zweiundzwanzig, der Großcousin von Emily und ein sogenannter 'Verräter', denn seine Eltern Pete Donoghue und Elke, geborene Haberstedt, sind vor etwa zehn Jahren mit ihm in die Vereinigten Staaten abgehauen und haben sich vom Familienclan losgesagt.
Obwohl Alec so zu einer Persona non grata für die Haberstedts wurde, hat er es sich in den Kopf gesetzt, Emily zu retten.
So trifft er Emily im Münsterland in der Nähe des Gutshofs, an dem alle Fäden der Urgroßeltern Hannelore und Martin Haberstedt zusammenlaufen, und versucht, ihr Vertrauen zu gewinnen.


Ein für Alec recht peinlicher Umstand sorgt dafür, dass er geschnappt wird und Emily nicht mehr helfen kann, denn wer hätte von einem Spezialagenten der W.i.n.G.S. erwartet, dass er sich bei einer simplen Observation einkassieren lässt?


Alecs Eltern reisen an, Emily soll nach Australien reisen, ihre Eltern verabschieden auf auf seltsame Art von ihr und langsam aber sicher begreift das misstrauische Mädchen, dass ihr Großcousin wohl doch die Wahrheit gesagt haben muss.


Doch alles kommt anders, als Emily erfährt, wer ihr Verfolger ist. Alec stirbt in ihrem Alptraumflur, der überirdisch gutaussehende Skyliet macht ihr eindeutige Avancen und Einhörner reitende Mädchen aus Ölgemälden fangen an, mit ihr zu sprechen.


Unter Bewachung in einem Schlaflabor wagt Emily ein letztes Experiment: Sie will noch einmal in die Traumwelt.
Als sie den Übergang dorthin viel zu früh überquert, landet sie in den Steppenebenen des südliches Reiches und ahnt nicht, dass die Zeit hier anders verläuft. Ein Tag in ihrer Heimatwelt ist ein Monat im Reich der Träume, die im Übrigen alles andere als märchenhaft sind.


Emily macht sich auf die Suche und will Rache für Alecs Tod. Doch wie rächt man sich, wenn man Waffen verabscheut? Wenn man nicht einmal ein Schwert anfassen will?


Meine Güte, nun hab ich aber echt viel erzählt ... verratet mir doch mal: Macht Euch das neugierig oder klingt das alles öde?




Hier noch eine kleine Szene als Leseprobe (Achtung, noch nicht fertig überarbeiteter Text!)


Emily stand wieder einmal in ihrem Alptraumgang und sah sich um. Da hinten, etwa 50 Meter weit entfernt, war Alec, ihr Verfolger. Sie blickte in die andere Richtung und entdeckte nur den leeren Flur mit seinen ungezählten Türfluchten. Dann begriff sie, dass Alec keineswegs auf der Stelle rannte. Sie wandte ruckartig den Kopf und stieß einen leisen Schrei aus, als ihr klarwurde, dass er sich bewegte. In affenartiger Geschwindigkeit. Und zwar geradewegs auf sie zu!
Sie keuchte und rannte los.
Nein, sie wollte weder seine blauen Augen sehen noch von ihm geschnappt werden!
Das Blut rauschte durch ihre Ohren, sie bekam innerhalb kürzester Zeit Seitenstechen und schaffte es nicht, ihren Atem in einen gleichmäßigen, ruhigen Rhythmus zu bekommen. Sie hörte nichts anderes, als ihre eigenen Schritte und sah zufällig an sich hinab, als sie aus dem Tritt kam.
Sie war ja nackt! Der Schreck über diese Tatsache hatte keine Zeit, sich ihrer Gedanken zu bemächtigen, sie schaffte es unter größter Anstrengung, etwas zu murmeln: „Ich hab Klamotten an!“ Dieser Befehl wirkte. Eine Schlafhose und ein Shirt schlabberten augenblicklich um ihren Körper. Sie wurde wieder schneller, atmete ruhiger und war unglaublich erleichtert. „Turnschuhe!“, fügte sie kurzatmig hinzu und wurde noch schneller, als sie das Gehwerkzeug an ihren Füßen spürte.
Das Gefühl von leichtem Triumph verschwand so schnell, wie es gekommen war: Vor ihr, keine fünf Meter entfernt, stand der Fremde mit dem Engelsgesicht. Und diesmal, so entschied sie, sah er wahrhaftig aus, wie man sich einen Engel vorstellen müsste.
Sein hellblondes Haar stand auf eine wirre, unheimlich sympathisch nachlässige Art um seinen Kopf, seine Gesichtszüge waren ebenmäßig, blass und wirkten durchscheinend. Er wirkte zerbrechlich, fand sie, während sie abbremste und ihn wie hypnotisiert anstarrte. Er war wirklich größer als Alec und er wirkte freundlicher. Seine Kleidung erschien ihr seltsam kriegerisch. Er trug einen hellbraunen, ledernen Brustharnisch über einem weißen, langärmeligen Hemd mit halboffener Schnürung am Hals. Dazu ebenso hellbraune Lederhosen, die in schwarzen Schaftstiefeln steckten. Er sah über sie hinweg, lächelte das unwiderstehliche Lächeln eines Siegers. Seine Lippen sahen weich aus, Emily konnte sich des Wunsches nicht erwehren, dass genau diese Lippen sie küssten.
Sie hatte keinen Gedanken mehr frei für ihren Verfolger, dachte nicht an die Gefahr, der sie innerhalb von Sekunden ausgesetzt sein würde. Sie lächelte und trat einen weiteren Schritt auf den Fremden zu, der wirkte, wie ein Märchenprinz.
„Emily! Emily!“, hörte sie zu ihrem eigenen Erstaunen eine weibliche Stimme und spürte, wie jemand an ihren Schultern rüttelte.
© Nathan Jaeger 

Meinungen erwünscht!
Grüße und eine schöne Restwoche


Nathan