Montag, 27. Oktober 2014

[Anthologie] Jahreszeiten - Herbst


Der Beginn unseres Vierteilers zum Oberbegriff 'Jahreszeiten' ist der Herbst.

Hier findet Ihr zwei vollkommen voneinander unabhängige Geschichten, die sich in einem Herbst abspielen.

Klappentext:

Herbst – die Jahreszeit des Wandels.
Bunte Blätter, letzte Blüten und Waldspaziergänge, bei denen man ohne einen Schirm nur selten auskommt.
~*~

Zankäpfel erntet man auch im Herbst

Frank, Gabriel und Sam zweifeln noch immer an Worten. 
Ist es die Sorge um Frank, die Gabriel davon abhält, ihn genau wie Sam für sich arbeiten zu lassen? Eine solche Zurückweisung ist für Frank jedenfalls ein guter Grund, Streit anzuzetteln.
Wie wird Gabriel sich entscheiden? Auf wessen Seite steht Sam?
Und was sagt Helmi zu all dem?
~*~

Wenn die Blätter fallen ...

Heiko beginnt seinen persönlichen Lebensherbst und kämpft mit den Zipperlein des Alters. Kann die langersehnte erste Motorradtour seines Rentnerdaseins wie geplant stattfinden?

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Vielleicht kommen Euch die Namen der ersten Geschichte bekannt vor, dann habt Ihr mit Sicherheit 'Zweifel in Worten' schon einmal gelesen. Und ja! genau die drei geben sich hier für eine kleine Episode aus ihrem Leben die Ehre.

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Zu erwerben sind die Herbstgeschichten bislang als E-Book, auf Amazon: Jahreszeiten - Herbst

Natürlich auch hier: DRM-frei zum Lesen auf Euren Wunschgeräten.






[Roman] Entscheidung


Klappentext:

Wie folgenschwer ein simpler Zusammenstoß auf einer Fachmesse sein kann, zeigt sich manchmal erst auf den zweiten oder dritten Blick.
Vielleicht, nur vielleicht, hat der erste schon ausgereicht?

Du und ich, ich und du.
Zwei Männer, eine Geschichte.

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Der Klappentext verrät nur sehr wenig, was wir durchaus auch so gewünscht haben. Im Grunde geht es um zwei Männer, die sich in Freundschaft finden und ... nun ja, ein paar schwerwiegende Entscheidungen treffen müssen.
Vertrauen oder Zweifel? Liebe oder stilles Leid?
Die Fragen, die die Protagonisten beschäftigen und die ... natürlich! ... geklärt werden. :)

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Wir haben zu Entscheidung eine wunderbare Leserunde veranstaltet, die uns gezeigt hat, dass wir, so unterschiedlich wir auch schreiben, doch genau das transportieren können, was wir aussagen wollen. 
Nachlesen könnt Ihr den Inhalt der gesamten Leserunde hier: 


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Zu beziehen ist diese Doppelgeschichte, die wie Wirklich nur Freundschaft einen ähnlichen Zeitabschnitt aus zwei unterschiedlichen Perspektiven erzählt, auf verschiedenen E-Book-Plattformen und als Taschenbuch.

Amazon: Entscheidung
Beam-ebooks: Entscheidung

Taschenbuch: Entscheidung 


Natürlich DRM-frei zum Lesen auf dem Wunschgerät :)




[Anthologie] Wirklich nur Freundschaft


Klappentext: 

Seit dem Vorfall an der Obsttheke im Supermarkt kommt Keith nicht mehr zur Ruhe. Wieso hat der gutaussehende Fremde ihn voller Abscheu angesehen und warum, zum Teufel, setzt Keith alles daran, diesen arroganten Kerl wiederzufinden?
~*~
Lane will noch schnell Zutaten für seinen Obstsalat holen, doch der Unfall an den Auslagen lässt ihn das Geschäft fluchtartig verlassen. Ohne Früchte und mit rastlosem Geist beschließt er, alte Clubbing-Traditionen wiederaufleben zu lassen.

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Zwei Männer - eine Geschichte.
Gay-fusioN GbR

Zu kaufen gibt es die beiden Kurzgeschichten ausschließlich in diesem Gemeinschaftsband und bei Amazon: 

Wie immer sind die Titel DRM-frei, damit Ihr die Geschichten auf dem Lesegerät Eurer Wahl lesen könnt. :)



Montag, 22. September 2014

Bekenntnisse ... oder so ^^

Hallo zusammen,

Ja, ich muss es endlich zugeben, alles Leugnen hat keinen Sinn mehr.

Ich bin ein Arschloch, ein Ekel, noch dazu wahnsinnig arrogant, selbstherrlich und abweisend!

Das zumindest erzählt man sich über mich, und wenn Ihr auch schon diesem Rumgeheule über meinen miesen Charakter lauschen musstet, möchte ich Euch doch gern die Möglichkeit geben, zu erfahren, WIESO ich so bin.

Wenn mir jemand, der mich nicht kennt, an den Kopf wirft, ich sei selbstherrlich, und dann *hihi* dazu schreibt, wird es dadurch nicht witziger.
Wage ich es dann, das Gleiche zu tun (ein paar ernste Worte und ein absichtliches und auch deutliches *haha alles nur ein Scherz*) habe ICH jemanden angefeindet.

Findet Ihr seltsam? Ich auch.

Wenn mein Partner und ich Zeit miteinander und online verbringen, ein wenig herumblödeln und Party machen, muss mein Partner alles stehen und liegen lassen, um eine Person im Einzelchat zu unterhalten.
Selbstsüchtig und eifersüchtig wird dann beleidigt und angefeindet, weil er keine Lust und keine Zeit hat, jeden Abend ewig lange mit nur einer Person zu chatten.
Auch Hinweise halfen nichts, es wurde ignoriert, dass er ein Privatleben hat usw.
Das Ende vom Lied? Ein neuer Name auf der Ignore-Liste und die Dreistigkeit, andere Kanäle zu nutzen, um weiterzunerven.

*seufz*       

Das sind leider keine Einzelfälle, aber sie sollen exemplarisch für das stehen, was man als ‚Autor zum Anfassen‘ in mancher Leute Augen zu sein hat.

Was soll ich noch sagen?

Solche Kontakte mit ‚Fans‘, die sich für engste Freunde und Vertraute halten, weil sie ein paar Texte von uns kennen und zu viel hineininterpretieren, sind daran schuld, dass wir uns mehr und mehr zurückziehen.

Hört auf das Gerede, verbreitet es weiter, erzählt allen, wie schrecklich ich bin. Es muss ja was dran sein, wenn Menschen, die mich noch nie live getroffen und erlebt haben, es sagen, nicht wahr?

Aber wisst Ihr was?

Das ändert nichts.
Es gibt sie nämlich, die echten Freunde, die wahrhaftigen Fans, die sich einfach mit mir freuen, wenn ich wieder einmal ‚Ende‘ unter eine Geschichte geschrieben habe.
Die mit meinen Protagonisten lachen und weinen können, sie immer wieder wie alte Freunde in ihr Leben zurückholen, um erneut in ihrer ganz persönlichen Liebesgeschichte abzutauchen.

Und genau diese Menschen sind wichtig. Niemand sonst.

Macht mich das zu einem Ekel? Einem arroganten, selbstherrlichen Arsch?

Echt jetzt, dann bin ich das GERN.

Besonders für all diejenigen, die aus privater Unzufriedenheit oder welchen Gründen auch immer versuchen, mir mein Leben madig zu machen.

Ich bin ein Mensch und ich lasse mir nicht alles gefallen, nur weil manche denken, die Welt im Allgemeinen und der eine oder andere Autor im Besonderen habe sich ausschließlich um sie zu drehen.
Oder aber weil sie denken, ein Autor habe der gläserne User zu sein.
Vielleicht wollen manche auch eine Art Mutterersatz sein?

Egal was es ist, ich habe keine Lust mehr, mich über diese seltsamen Menschen ohne jede Neigung zur Selbstreflektion aufzuregen.
Ich gehe lieber das tun, was ich am besten kann: Liebesgeschichten schreiben.

Bis bald

Euer Nat



Donnerstag, 17. Juli 2014

Heute schon einen Rezensenten geohrfeigt?

Hallo zusammen,

es ist mal wieder Zeit für einen kleinen Blogbeitrag von mir, weil ich es langsam aber sicher wirklich leid bin.

Es gibt diese wunderbare Einrichtung der Rezensionen und ich persönlich freue mich über jede davon, wobei mir vollkommen egal ist, welche Anzahl von Sternen daneben prangt.

Ich bin JEDEM Rezensenten und JEDER Rezensentin auf einer gewissen Verkaufsplattform mit dem großen A sehr dankbar dafür, dass er/sie seine/ihre Eindrücke mit den zukünftigen Käufern oder Nichtkäufern teilt und ihnen hilft, sich für oder gegen einen Kauf eines meiner Bücher zu entscheiden. Selbiges gilt übrigens auch für ALLE anderen Rezensionen von allen anderen Geschichten meiner zahlreichen Mitautor*innen!

Wir alle, die wir uns Autor*innen nennen, benötigen Menschen, die anderen ihre Leseeindrücke vermitteln, die bei Kaufentscheidungen helfen, die einfach mal das Ego streicheln oder uns auf Missstände/Lücken/Fehler und Unklarheiten in unseren Geschichten hinweisen.

Es gibt nur sehr wenige Menschen, die sich noch so weit in die Öffentlichkeit wagen, dass sie uns (pauschal für Autor*innen aller Genres) Rezensionen schenken.

Da leuchtet es sicherlich jedem ein, dass ebendiese Menschen möglichst fair und womöglich neutral behandelt werden sollten.

Beim oben erwähnten großen A ist es nun aber möglich, dem Rezensenten – ganz nach Gladiatorenspielen – einen Daumen rauf oder runter zu geben.

Das kann jeder schön erkennen, wenn an einer Rezension steht: 0 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Es bedeutet, dass zwei unterschiedliche Accounts, die beim großen A eingetragen sind, sich die Mühe gemacht haben, diesem für uns alle so wichtigen Rezensenten, eine Ohrfeige für sein doch sehr freundliches Verhalten zu geben.

DENN

Das große A arbeitet bei der Glaubwürdigkeit und der Verlässlichkeit eines jeden einzelnen Rezensenten mit dem prozentualen Verhältnis von „hilfreich“-Klicks zu „nicht hilfreich“-Klicks.
Dieser Prozentsatz ist im jeweiligen Profil des Rezensenten nachlesbar.

Was das bedeutet?

Ganz einfach:

Die wenigen Menschen, die bisher Zeit, Mühe und Aufwand investieren, um uns Autor*innen den Respekt eines Feedbacks zu zollen, verlieren öffentlich an Glaubwürdigkeit.

Sie bekommen, um es mal auf Hochdeutsch zu sagen, von irgendwem kräftige Arschtritte für das, was sie leisten.

Ist das fair?

Kaum.

Das Ganze wirft natürlich die Frage auf: „Wer macht so was denn?!“
Und die Antwort bietet mehrerlei Möglichkeiten.

1.   Autor*innen, die einfach blöd finden, dass ihre Mitstreiter so gute (oder überhaupt welche) Rezensionen bekommen.
2.   Fans von Autor*innen, die ihren privaten ‚Star‘ in ‚Gefahr‘ sehen und andere Mitbewerber herabwürdigen wollen, ohne selbst schlechte Rezensionen bei demjenigen zu hinterlassen.
3.   Gelangweilte Rezensenten, die gern den Status ‚Top-Rezensent‘ hätten, und andere Rezensenten herabwürdigen müssen.

Ich persönlich habe keinen blassen Schimmer, welcher Fraktion diese „nicht hilfreich“-Klicker nun tatsächlich angehören, aber ich weiß, welche Wirkung das langfristig haben wird.

Ad 1.: Es werden insgesamt immer mehr Rezensenten gefrustet sein, keine Besprechungen mehr hinterlassen und schlicht aufgeben.

Huch, das passt zu allen 3 Möglichkeiten!

Wobei ich ehrlich gesagt davon ausgehe, dass es auf jener Plattform keinen ‚Krieg der Rezensent*innen‘ gibt.

Und was bedeutet das nun?

Tja, hier kann jeder einmal ganz kurz selbst nachdenken und vor sich hin nicken.

Stimmt!

Wer auch immer da wild auf den „nicht hilfreich“-Button klickt, schießt ALLEN Autor*innen, ALLEN Rezensent*innen und JEDEM potentiellen Käufer über das große A so richtig ins Knie.

Gehe ich jetzt einmal davon aus, dass alle Autor*innen das selbst wissen und den Teufel tun werden, bei fremden Rezensionen jenen unsäglichen Button anzuklicken, so bleibt eine sehr wahrscheinlich so handelnde Gruppe von Fans übrig, die sich ihres Handelns NICHT bewusst zu sein scheint.

Fazit?

Fans schaden, auch wenn sie ‚ihren Stars‘ helfen wollen, ebenjenen genauso gut wie den ‚Feinden‘ – wer auch immer das sein mag.

Ist das wirklich so gewollt?

Falls ja, tut es mir wirklich und ehrlich leid für jene Autor*innen, die SOLCHE Fans haben. :(


Liebe Grüße Euer Nat

P.S.: Bitte denkt Euch bei jedem auf Geschlechter aufgliederbaren Wort die weibliche Form dazu – ich bekenne, ich war faul. ;)

Donnerstag, 15. Mai 2014

„Das hat doch jeder schon mal gemacht“



… ist eine These, die, stark abhängig vom Subjekt, zu unterschiedlichsten Ergebnissen führen kann.

Ein paar Beispiele:

Zähneputzen!  Jau, machen wir alle, sollten wir auch tun, schützt schließlich die geliebten Beißerchen vor Karius und Baktus.

Essen! Tja, auch das tun wir alle, gern, ausdauernd, täglich wieder und teilweise mit wachsender Begeisterung. So weit nichts Schlimmes, oder? (Hier muss ich aber die hungernde Hälfte der Weltbevölkerung schon ausklammern, bei diesen Menschen scheitert das Genannte spätestens beim ‚täglich‘.)

Lesen. Hm, wünschenswert, dass alle es tun, unabhängig davon, WAS man da so liest. Denn Lesen bildet tatsächlich!

Schreiben. Haben die meisten von uns mal gelernt, manche schreiben sogar Geschichten, was wiederum in Sachen Nachschub fürs Lesen sehr brauchbar ist, sonst hat man ja irgendwann alles verkonsumiert.

Das kann bis hierher jeder als gegeben hinnehmen, vermute ich.

Aber ab jetzt wird’s schwierig.

Was, wenn nun jemand behauptet, alle hätten schon mal irgendwas gestohlen?
Hast DU schon mal etwas gestohlen? Kaugummis, Kosmetika, Äpfel aus Nachbars Garten, ein Fahrrad …
Ich bin mir sicher, mit zunehmendem Wert der gestohlenen Gegenstände steigt auch bei Dir, lieber Leser, gerade die Empörung an, denn in den meisten Fällen wirst Du – wie ich auch – ganz klar sagen (können):

Nein! Ich habe noch nie gestohlen, denn was anderen gehört, darf ich mir nicht unter den Nagel reißen!

Vollkommen richtig. Die Empörung ebenso wie die These, dass das Hab und Gut anderer eben jenen anderen gehört und bei mir nix zu suchen hat.
Gut, so weit, so klar.

Aber wie ist das mit Worten, Begriffen/Ausdrücken oder ganzen Sätzen? Wie ist es mit Ideen oder gar ganzen Geschichten?

Was ‚geht‘ und was nicht?

Hier scheiden sich vermutlich die Geister, aber ich will gern meinen Standpunkt darlegen, wofür sich mein Blog wohl ausgezeichnet anbietet.
Diebstahl beginnt damit, sich etwas, das jemand anderem gehört, anzueignen.
Dabei spielt es keine Rolle, ob man sich jenes Objekt auf den Fuß fallen lassen kann, oder es immateriell ist.

Ideen und Geschichten fallen unter Letzteres, und angesichts der Tatsache, dass ich Autor bin und davon lebe, Taschenbücher und E-Books zu verkaufen, geht mir gerade der Diebstahl von Texten sehr nahe.

Nun muss ich also jene Grenzen kenntlich machen, die für mich ein klares straftätliches Handeln, denn nichts anderes ist ein Diebstahl, definieren.

Worte, einzeln oder im Verbund eines Ausdrucks (z.B.: Heilige Scheiße! Außer Rand und Band, Himmel, Arsch und Zwirn! usw. usf.), sind das Werkzeug eines jeden schriftstellenden Menschen. Sie werden tausend-, nein, eher millionenfach genutzt, und stellen damit ein Allgemeingut dar.

Sie gehören niemandem oder allen. Das kann man auslegen, wie immer man möchte, jedenfalls stehen sie, einzeln oder in einem Begriff, einer Redewendung, eines Sprichworts oder Sinnspruches jedem zur freien Verfügung.

Daran dürfte wohl auch jeder Autor dieser Welt großes Interesse besitzen. ;)

Nun aber gibt es auch größere Verbünde von Worten.

Absätze, Szenen, Kapitel, Geschichten.

Gehören die, auf eine bestimmte Art von einem bestimmten Menschen in Form, Ausdruck oder Zusammenhang gebracht, auch allen oder keinem?

NEIN!

Ohne jeglichen für mich ersichtlichen Diskussionsspielraum gehören Stil und Gesamtausdruck in Zusammenhang mit Protagonisten(-Namen), Plot und Aufbau der Geschichte sowie sämtliche erfundenen Orte und Schauplätze allein diesem einen Menschen.

Er oder sie allein ist der oder die Urheber(in) des entsprechenden Textes. Dies gilt für Blogs, E-Books, Zeitungsartikel, schlicht, für Geschriebenes in jeglicher Form, bei dem es sich um mehr als einen Satz handelt.
Es ist also Diebstahl – und damit ein Verbrechen, welches strafrechtlich verfolgt werden MUSS – und nichts anderes.
Erinnerst Du Dich noch an die Überschrift meines heutigen Blogeintrags?
Du brauchst nicht hochzuscrollen, ich sage es Dir:

„Das hat doch jeder schon mal gemacht“

So? Hat jeder schon gemacht? Was genau? Worte oder schöne Formulierungen gemopst und in seinen Texten verwurstet? Oder ganze Geschichten, Blogeinträge, Rezensionen gestohlen?

Das eine ‚geht‘, das andere nicht.

Meine Meinung dazu habe ich hier klar dargelegt und hoffentlich für jeden verständlich gemacht.
Es GIBT einen Unterschied, und wer diesen nicht erkennt oder bewusst ignoriert, hat keinerlei Rechtsbewusstsein.

Oder war es Unrechtsbewusstsein?

Das spielt in diesem Fall beinahe keine Rolle, denn wer seine Rechte nicht kennt, kann auch das Unrecht, das er anderen möglicherweise antut, nicht wahrnehmen.
Mir ist vollkommen bewusst, dass niemand in der Literatur das Rad neu erfinden kann. Plots wiederholen sich, Protagonistenbeschreibungen und -namen kehren wieder, Schauplätze – sofern nicht erfunden – ebenso. Das alles ist nicht der Punkt.
Den habe ich oben ausführlich beschrieben.
Also ziehe ich das Fazit, meines heutigen, gedanklichen Exkurses und verkünde:

Das hat NICHT jeder schon mal gemacht!

Ich kenne wahnsinnig viele Autoren, und nur sehr, sehr wenige haben, meistens in Absprache mit den Urhebern, Personen oder Orte übernommen. Solche Dinge sind schon eher Zusammenarbeiten.

Und da ist es erneut gefallen, nein, eigentlich wurde es getippt, das Wort, um das sich hier heute alles dreht: Urheber.

Dieser Text hier ist soeben meinen Fingerspitzen entkommen und gehört damit mir. Man darf ihn von seiner Quelle aus teilen, weiterverbreiten oder anderen zeigen, ihn sogar ausdrucken und sich an die Wand pinnen.

Aber niemand hat das Recht, diesen Text als seinen auszugeben. Auch nicht in Ausschnitten, aus dem Zusammenhang gerissen oder sinnverdreht. 
Dies gilt NICHT für einzelne Sätze oder Ausdrücke. 
Natürlich darf und soll jeder auch weiterhin behaupten dürfen: Das hat doch jeder schon mal gemacht. (Auch wenn das – hoffentlich! – nicht in jedem Fall stimmt.)

Denn ansonsten würde das Urheberrecht verletzt, womit wir wieder beim Thema Straftat und in diesem Fall Diebstahl geistigen Eigentums wären.

Abschließend …

Ich bin nicht traurig über die jüngsten Ereignisse, ich bin fassungslos.

Und da ich meine Meinung zum Thema nun niederschreiben und für mich sortieren konnte, hilft sie vielleicht auch anderen, den Unterschied zwischen Zähneputzen und Diebstahl in seiner allumfassenden Weise zu erkennen. J

Habt einen wunderbaren Tag voller guter, origineller Ideen, Kreativität und Spaß!


Euer Nat

Mittwoch, 2. April 2014

[Gedicht] wortlos

wortlos


ich könnte tausend Dinge sagen,
ich könnte es auch lassen.

ich könnte tausend Dinge tun,
ich könnte es auch lassen.

ich könnte tausend Schritte geh'n,
ich könnte es auch lassen.

ich könnte tausend Zeilen schreiben,
ich könnte es auch lassen.

ich könnte tausend Wunder seh'n,
ich könnte es auch lassen.

ich könnte tausend Fragen stellen,
ich könnte es auch lassen.

ich könnte tausend Lieder singen,
ich könnte es auch lassen.

17.1.2014 Nathan



Sonntag, 23. März 2014

[Gedicht] ohne Titel

Niemand hat das Recht,

Dir zu sagen, Du seist ein Fehler.
Dir weh zu tun.
Dich zu erdrücken.
Dich zu benutzen.
Dich vorzuführen.
Dich fallen zu lassen.
Dich zu besitzen.
Dich zu quälen.
Dich zu zerstören.
Dir jede Hoffnung zu nehmen.
Dich untergehen zu lassen.
Aber wenn es einer wagt, werde ich

Dir beibringen, dass du kein Fehler sein kannst.
Dich heilen.
Dir Raum zur Entfaltung geben.
Dich anhimmeln.
Dir zeigen, dass Du keine Trophäe bist.
Dich auffangen.
Dir erklären, dass Du kein Besitz, sondern ein Geschenk bist.
Dich beschützen.
Dich wieder zusammenfügen.
Dir die schönsten Träume schenken.
Dir Rettungsboot und Anker sein.
Denn Du bist

Der wertvollste Mensch, den es für mich gibt.
Der liebevollste Mann, den ich kenne.
Der beste Freund, den ich jemals hatte.
Der heißeste Typ, den ich jemals wollte.
Der schönste Kerl, den ich je geliebt habe.

Der Mensch mit dem tollsten Lachen.
Der Mann, der jede Liebe verdient.
Der Freund, für den ich durchs Feuer gehe.
Der Typ, der mein Blut zum Kochen bringt.
Der Kerl, der meine Knie weich werden lässt.

Der Mensch, der mich versteht.
Der Mann, der mich liebt.
Der Freund, der immer da ist.
Der Typ, dem mein Herz gehört.
Der Kerl, der meine Seele zum Singen bringt.

Ein ‚Ich liebe Dich‘ reicht da nicht.
Niemals.


23.3.2014 Nathan

Samstag, 22. März 2014

[Gedicht] eine Antwort

Lautlose Schreie - eine Antwort

Das ursprüngliche Gedicht umfasst alles, was nicht fettgedruckt ist.

Das Original von Gerry Stratmann findet Ihr hier: Lautlose Schreie
Mir liegt die Genehmigung vor, diese veränderte Fassung zu veröffentlichen.
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Lautlose Schreie

erschüttern dröhnend den Raum

- Wahrgenommen und erhört, von meinen Ohren.

Zerstörte Träume

dümpeln verloren im Wind

- Eingesammelt und behütet, von meinen Gedanken.

Zitternde Hände

umklammern dein knittriges Bild

- Festgehalten und beruhigt, von meinen Händen.

Gefrorene Seele

weint Tränen aus Eis

- Aufgetaut und geschmolzen, von meiner Wärme.

Brüllende Leere

zerfetzt mein blutendes Herz

- Gefüllt und gestillt, von meiner Liebe.

Unendliche Trauer

zwingt mich zu Boden

- Geteilt und getragen, von meiner Seele.

Tränenlose Augen

starren in dunkle Nacht

- Erblickt und belebt, von meinem Leuchtfeuer.

Einsames Leben

umhüllt von schwarzem Licht

- Begleitet und durchbrochen, von meinem Sein.

Lautlose Schreie

aus zerfetzter Kehle

- Gehört und beruhigt, von meinen Worten.

Klagender Ruf

Verlass mich nicht

- Getröstet und gestärkt, von meiner Liebe.

Reizloses Spielzeug

bleibe zerbrochen zurück

- Du bist kein Spielzeug, nicht für mich.


- Lass mich Dich heilen,



- Stück für Stück.



- Verdienst das Beste, allezeit.



- Mut, Liebe und Geborgenheit.


21.3.2014 Nathan – mit Erlaubnis des Urhebers ‚beantwortet‘.
Ursprungsgedicht (c) Gerry Stratmann

[Gedicht] Zweite Geige

Du bist toll.
Aber nicht toll genug.

Du bist liebenswert.
Ich liebe Dich.
Aber nicht genug.

Du bist wunderbar.
Aber nicht wunderbar genug.

Du bist mein Herz.
Ich liebe Dich.
Aber nicht genug.

Du bist wichtig.
Aber nicht wichtig genug.

Du bist, was ich brauche.
Ich liebe Dich.
Aber nicht genug.

Du bist besonders.
Aber nicht besonders genug.

Du bist mein Leben.
Ich liebe Dich.
Aber nicht genug.

Du bist aufregend.
Aber nicht aufregend genug.

Du bist Alles.
Ich liebe Dich.
Aber nicht genug.

Du bist ungewöhnlich.
Aber nicht ungewöhnlich genug.

Du bist meine Seele.
Ich liebe Dich.
Aber nicht genug.

25.2.2014 Nathan

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Zu diesem Gedicht gibt es eine Antwort von Gerry Stratmann, die Ihr hier finden könnt Du bist Alles!









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[Gedicht] Ziele

Allein.
Hier.
Alles so ruhig.
Chaos als Stillleben.
Geräusche von draußen.
Ein Flugzeug fliegt vorbei.
Hoch über mir, so hoch.
Will mitfliegen,
breite meine Schwingen aus.
Vorsichtige Flügelschläge.
Meine Füße bleiben am Boden.
Keine Kraft.
Stimmt nicht.
Kraft ist genug da.
Das Ziel ist falsch.
Der Himmel ist kein Ort für mich.
Zu groß, zu weit, zu kalt, zu einsam.
Bleibe am Boden.
Warte.
Auf Dich.
Mein Herz gehört Dir.
Meine Seele gehört Dir.


(c) 26.1.2014 Nathan

[Gedicht] Ich liebe Dich!

Für uns, ...

Ich liebe Dich!
So gern gesagt.
So ehrlich gemeint.
So tief empfunden.
Es gehört Dir,
das Herz, das nicht mehr in mir,
sondern in Dir schlägt.
Für Dich.
Geschenkt habe ich es.
Dir.
Sie gehört Dir,
die Seele, die meinen Namen trägt.
Sie umhüllt und bewacht Dich.
Eifersüchtig,
warm,
liebevoll,
leidenschaftlich,
immerwährend.

Ich liebe Dich!
So gern gehört.
So oft gespürt.
Es gehört mir,
das Herz, das nicht mehr in Dir,
sondern in mir schlägt.
Für mich.
Geschenkt hast Du es.
Mir.
Sie gehört mir,
die Seele, die Deinen Namen trägt.
Sie umhüllt und bewacht mich.
Eifersüchtig,
warm,
liebevoll,
leidenschaftlich,
immerwährend.



© Nathan 20.2.2014

[Gedicht] Worte

Worte, nichts als Worte.
Und doch steckt
darin,
was ich anders nicht auszudrücken vermag.

Gefühle, nichts als Gefühle.
Und doch steckt
dahinter,
was ich mir nie erträumen wollte.

Gedanken, nichts als Gedanken.
Und doch drehen
sie sich
um Dich, immer nur Dich.

Herz, nichts als ein Herz.
Und doch schlägt es,
unentwegt,
für Dich, einfach für Dich.

Seele, nichts als Seele.
Und doch ist sie da,
allumfassend
beschützt sie Dich und nur Dich.



© Nathan Januar 2014

[Gedicht] Dezembernacht

Jahreswechsel, was ist das?

Meiner hat bereits vor zwei Monaten stattgefunden.
Halloween.

Neues Leben.
Verrücktes Leben.

Aufgewacht und angenommen.
Auch angekommen?

Lernen, lächelnd zurückzudenken.
Lernen, neidlos zu akzeptieren.
Lernen, bedingungslos zu lieben.
Lernen, in die Zukunft zu blicken.

Ich kann es.
Ich will es.

Endlich.
Nach vorn und vorwärts.

Weil ich es nicht allein tun muss.
Weil ich gefunden wurde.
Weil ich gefunden habe.

Freundschaft.
Verständnis.

Neues Leben.
Mit Dir an meiner Seite.
Mit Dir in meinem Rücken.
Mit Dir vor mir.

Mein Schutzwall.
Mein Rettungsboot.
Mein Anker.
Mein Fallschirm.

Ein 'Danke' wird niemals ausreichen.
Aber jeder Blick in meine strahlenden Augen
wird zeigen,
wie glücklich ich bin.

Freundschaft.
Vertrauen.



Nathan 1.1.2014

[Gedicht] Gefunden

Gefunden.
Dich.

Den Stern, der hell am Himmel brennt,
der meinen wahren Namen kennt.
Den Mann, der meine Seele sieht,
der einfach in mein Herz einzieht.
Den Freund, der mich wortlos versteht,
der alles in mir glatt verdreht.
Den Typ, der Selbsthass schnell blockiert,
der meine Zweifel ignoriert.

Gefunden.
Mich.

Die Sonne, die gern strahlt und lacht,
die selbst die Nacht zum Tage macht.
Den Mann, der sich nur selten zeigt,
von aller Welt stets abgeneigt.
Den Freund, der nur den einen akzeptiert,
weil dieser nicht ist int'ressiert.
Den Typ, der lieber einsam bleibt,
Romantik nur in Büchern schreibt.



Nathan 1.1.2014

[Gedicht] Niemand ...


... will so sein, wie Du bist.

Arrogant.
Selbstbewusst.
Egoman.

... will so leben, wie Du lebst.

Einsam.
Isoliert.
Abgeschottet.

... will so lieben, wie Du liebst.

Ängstlich.
Zweifelnd.
Bitter.

... will so denken, wie Du denkst.

Abwertend.
Verächtlich.
Bösartig.

... will so sehen, wie Du siehst.

Gefiltert.
Zynisch.
Traurig.

... will so leiden, wie Du leidest.

Willentlich.
Kalt.
Ergeben.

... will Dein Herz sehen.

Schwarz.
Erfroren.
Starr.

... will Deine Seele sehen.

Zerbrochen.
Gesplittert.
Düster.

... will Dich.



(c) 18.12.2013 Nathan

[Gedicht] Licht

Schnell heran

Deutlich

nähert es sich


Helligkeit

allumfassend

umgibt Dich


Keine Schatten

Keine Kälte

Strahlender Glanz


Bunter Palast

Stille Luft

Wärme erfüllt Dich


Fruchtbarer Boden

Blühender Garten

Wachsende Zuversicht


Erweckt

Belebt

Wiedergeboren


Helligkeit

Allumfassend

Freundschaft für Dich



(c) Nathan 2.12.2013

[Gedicht] Ambivalenz

Blicke
Blitze
Funkeln
- ultimative Abwehr.

Haltung
Ausstrahlung
Gesten
- ultimative Anziehungskraft.

Seele
Augen
Spiegel
- ultimative Nähe.

Wünsche
Ziele
Hoffnung
- ultimative Sehnsucht.

Körper
Leib
Fleisch
- ultimative Ablehnung.

Herz
Blut
Leben
- ultimative Kraft.

Mund
Worte
Mimik
- ultimative Sprachlosigkeit.

Immer wieder ...

ein Wimpernschlag,
eine Geste,
ein Einblick,
ein Gedanke,
eine Berührung,
ein Herzschlag,
ein Wort

- ultimative Hingabe.


Chaos
Leben
Nähe
Wärme
Liebe
Angst
Sehnsucht
Leid
Hilfe

- ultimative Geborgenheit.


Nathan 28.11.2013

[Gedicht] kalt

kalt
mir ist kalt.
alles hohl und leer.

eiswüste.
ich bin schneeblind.

alles weiß

in indien die farbe der trauer
hier die farbe der unschuld

was liegt dazwischen?

ich.

voller trauer, gram und hass
voller leben, zielen und liebe


für wen?

unwichtig.
der gedanke zählt.
das gefühl zählt.
die sehnsucht zählt.
die freundschaft zählt.

für wen?

mich.

voller hoffnung, freude und emotion
voller zweifel, angst und sorge


kalt.
mir ist so schrecklich kalt.

warten auf die schneeschmelze.
sie kommt doch?
jedes jahr, im frühling.
nicht für mich.
und doch ...


skeptischer lichtblick?
ermutigende besorgnis?

allumfassende ambivalenz

ja ist nein
hoffnung ist zweifel
sehnsucht ist angst
und doch ...

tja, und doch ...




... ist da etwas, das die kälte weichen lässt.


(c) 26.11.2013 Nathan

[Gedicht] Rot


Ich bin der,
der rote Shirts trägt.
Damit man das Blut nicht sieht.
Mein Herz blutet, immer.

Ich bin der,
der ständig lacht.
Damit man die Tränen nicht sieht.
Ich weine, immer.

Ich bin der,
der im Dunkel lebt.
Damit man den Schmerz nicht sieht.
Es schmerzt, immer.

Ich bin der,
der immer wieder geht.
Damit man die Schwäche nicht sieht.
Ich bin schwach, immer.

Ich bin der,
der existiert.
Damit man meinen Tod nicht sieht.
Ich sterbe, immer.

Ich bin der,
der nur flach atmet.
Damit man den Schmerz nicht sieht.
Es tut weh, immer.

Ich bin der,
der kämpft.
Damit man das Leid nicht sieht.
Ich leide, immer.

Ich bin der,
der nicht liebt.
Damit man die Sehnsucht nicht sieht.
Ich vermisse dich, immer.

Ich bin der,
der allein bleibt.
Damit man den Horror nicht sieht.
Ich fürchte mich, immer.

Ich bin der,
der rote Shirts trägt.
Damit mein Herz bluten kann,
bis es vorbei ist.


(c) 23.11.2013 Nathan

[Gedicht] Hunger

Ein Hunger, den ich nicht zulassen kann.
Unbändig hat er mich im Griff.

Will ihn nicht,
Will gar nichts.

Leben ist so einfach,
wenn es auf bloßes Existieren beschränkt wird.

Nie wieder Luft holen, um 'Ich liebe Dich' zu sagen.
Erleichterung!
Es gibt Dinge,
die ich nie wieder sagen will.
Oder kann?

Egal, hat den gleichen Effekt.

Selbst wenn ich hinaus sehe,
in das Draußen,
das mir so wahnsinnig viel Angst macht,
kann ich nicht klar denken.

Da ist jemand.
Zu dem ich nicht gehen kann.
Ich will es nicht.
Zu viel Verantwortung.
Nicht noch einmal.

Hunger.
Unbändiger, alles überlagernder Hunger.

Eine Sehnsucht nach der Vergangenheit
hält mich fest in ihrem zitterenden Griff.

Da bist Du.
Mein Leben.
Mein Ein.
Mein Alles.

Kann man dort leben?
Im 'Vorbei'?
Ich habe es nie versucht,
zu wichtig war die taube, stumme, blinde Gegenwart.

Keine Ahnung, warum.
Sie war immer da und doch nicht.

Hunger, so wahnsinniger Hunger.

Ich will weinen und schreien,
mich selbst bemitleiden, trauern.
Endlich trauern um Dich.

Brüllend verlangt er sein angebliches Recht.
Fütterung eines Raubtieres.
Will ich das?
Womit soll ich es füttern?
Mit meinen Hilfeschreien?
Meinen Ängsten?
Meiner zwanghaften Weigerung, Sehnsucht zuzulassen?

Hunger, der mich von innen zerfrisst.

Da war doch jemand?
irgendwo im Draußen.
Ich hab ihn gehört, ganz deutlich!

Will ich auch darauf hören, was er sagt?
Wozu?
Ist immer das Gleiche.

Das Leben geht weiter.
Du wirst Dich neu verlieben.
Du muss das alles nur zulassen.

Drauf geschissen!

Ich will nicht!

Bockig und stur, wie ich bin.

Was hat es mir denn noch zu bieten,
dieses sogenannte Leben?




Wer alles hat, kann alles verlieren.
Ich hatte alles.

Ich werde nie wieder alles verlieren.


(c) 15.11.2013

[Gedicht] Stärke - Schwäche

Stark.



Ich sitze da,
zusammengekauert.
Ecke des Raumes,
dunkel.

Stille umgibt mich,
undurchdrungen.
Schwärze erfüllt das Außen,
allumfassend.

Gedanken werden laut,
lauter.
Atem geht flach,
flacher.
Herz setzt aus, lang,
länger.
Haut wird taub,
tauber.
Seele wird kalt,
kälter.

Augen geschlossen,
blind.
Will nichts mehr sehen.
Vorbei.

Meide das Licht,
ängstlich.
Grelle Strahlen zeigen das,
was übrigblieb.

Schlucke die Tränen,
ungeweint.
Verbanne das Denken,
zwecklos.

Muss stark sein.
Immer.
Keine Schwäche zeigen,
unnachgiebig.



Schwach.



Deine Arme um mich geschlungen,
Sicherheit.
Deine Worte in meinem Ohr,
liebevoll.

Ich kann nicht straucheln,
wenn Du bei mir bist.
Kann nicht fallen,
solange Du meine Hand hältst.

Ich darf schwach sein,
wann immer ich es bin.
Ein Blick genügt,
Du weißt immer, was mir fehlt.

Mein Lächeln gehört Dir,
egal wen ich ansehe.
Mein Herz gehört Dir,
egal wie weit entfernt Du bist.

Jede Faser von mir gehört Dir.
Weil Du mich annimmst, wie ich bin.
Weil Du mich liebst, wie ich bin.
Weil du immer bei mir bist.

Wenn meine Zweifel mich überfallen,
streichelst Du sie lächelnd fort.
Wenn ich meiner selbst nicht sicher bin,
küsst Du mich schwindelig.
Wenn meine Gedanken mich einfangen,
bist Du da und redest mit mir.

Deine Stimme, dunkel, warm.
Mit dem einen Unterton,
der mir allein gehört.
Jeder Laut ist Liebe,
Seufzen, Worte, Stöhnen.

Bei Dir bin ich ich.
Danke dafür.



(c) 16.11.2013 Nathan

[Gedicht] Seele - Drache

G. gewidmet.

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Dumpfes Grollen aus tiefer Kehle.
Bleiche Fänge in großem Kiefer.
Nadelspitze Messer in tödlicher Reihe.

Scharfe Blicke aus wissenden Augen.
Grüne Iriden um eiskalte Pupillen.
Grelle Blitze in fremde Seelen.

Dicke Schuppen auf fester Haut.
Harte Panzer als starker Schild.
Stabile Abwehr, undurchdringlich.

Große Pranken mit langen Krallen.
Geschliffene Dolche in furchterregender Zahl.
Gnadenlose Kraft in wilden Sprüngen.

Ledrige Schwingen senden Sturmwind.
Wirbelnde Flügel in kalter Nachtluft.
Kräftige Schläge gegen jeden Feind.

*

Er steht auf allen vieren
den Kopf hoch erhoben
am Gipfel der Klippe.

Sein Gebrüll durchdringt
mit unnachgiebiger Stärke
Luft, Fels und Boden.

Sie sind da, wurden geweckt.
Scharen geflügelter Wesen,
verfolgen, jagen, suchen.

Nachtschatten, Alptraum, Dämonen,
er nimmt ihre Fährte auf.
Jagdinstinkt geweckt.

Ein einzelner Flügelschlag
erhebt ihn in die Lüfte.
Lautlos stößt er auf seine Beute herab.

Sein Schlund öffnet sich,
entlässt das lodernde Feuer.
Grausame Vernichtung.

Schreie um Erbarmen
ertönen zwecklos
verhallen im Grollen.

Klauen packen
ohne Mitleid,
was dem Feuer entkommen.

Kiefer schnappen aufeinander
brechen Knochen, 
zerreißen Glieder.

Der tosende Sturm seiner Flügel
fegt hinweg, was Klauen und Kiefer
in die Ewigkeit freigeben.

Erster Lichtstrahl am Horizont,
Glitzern auf den Schuppen
Blut der Feinde.

Stille senkt sich über das Land.
Zitternde Seele, zusammengekauert,
klein.

*

Sein Blick ändert sich.
Wird weich, sanft.

Sein mächtiger Körper sinkt zu Boden,
den Kopf auf den Pranken, 
schließt er die Augen.
Bewegungslos liegt er da, 
schrumpft zu seiner wahren Gestalt.
Klein, menschlich,
schutzlos.

Er schläft.
Bis zum Einbruch der Nacht.


© 11.11.2013 Nathan

Direkt dazu gehört:

Leises Wimmern aus enger Kehle.
Klappernde Zähne in zusammengepresstem Kiefer.
Zunge benetzt trockene Lippen.

Hastige Blicke aus ängstlichen Augen.
Braune Iriden mit tiefen Schatten.
Stumme Hilferufe in die Nacht.

Dünnes Hemd auf bleichem Leib.
Weiche Haut ohne Panzer.
Keine Abwehr, kein Schutz.

Zitternde Finger greifen ins Nichts.
Fahriges Tasten nach Halt.
Müde Knochen, keine Kraft.

Verletzte Seele in bebender Brust.
Pochendes Herz im Rippenkäfig.
Eingesperrt, unfrei.

*

Er kniet mutlos,
den Kopf gesenkt
am Boden.

Seine Schreie ersticken
im Wirbel des Sturms,
angefacht von ihnen.

Sie sind da, zerren an ihm.
Undurchdringliche Masse schwarzer Leiber.
Kein Entkommen.

Nachtschatten, Alptraum, Dämonen,
Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft,
Schneiden seine Seele – kleinste Stücke.

Rauschen, angstvoller Blick,
schwarzer Himmel, massiv und groß,
stürzt über ihm ein.

Zusammensinken, immer kleiner werden.
Schreckliche Geräusche.
Der Drache greift an.

Geöffneter Schlund, grelle Flammen,
Wegsehen.
Sterben, bald. Erlösung. Vorbei.

Plötzliche Stille,
legt sich über ihn, hüllt ihn ein.
Wind lässt nach, schweigt.

Ruhe breitet sich
auf der Ebene aus.
Blicke riskieren?

Kopf hebt sich, zaghafte Suche.
Drache direkt vor ihm, 
müde, sanfter Blick.

Zögerliche Bewegung, 
richtet die Seele auf.
Leises Klirren der Seelenscherben.

Sonnenlicht schwappt über
den gigantischen Leib.
Glitzernd, feucht. Blut.

Bist du verletzt?
Stumme Frage, kein Mut, 
sie laut zu stellen.

Der mächtige Körper sinkt zusammen,
den Kopf auf den Pranken abgelegt,
grüne Augen schließen sich.

Bewegungsloses Wesen,
schrumpft zu neuer Gestalt.
Klein, menschlich,
schutzlos.

Zusammengerollt liegt er da,
zitternd.


Die Seele erhebt sich, 
will helfen.

Dem schlafenden Nachtdrachen,
der Alpträume und Dämonen
mit seinem Feuer verbrennt.

Vorsichtiges Streicheln 
über dunkles Haar.

Der Drache schläft.

Bis zum Einbruch der Nacht,
von seiner nicht mehr zitternden Seele bewacht.

(c) 14.11.2013 Nathan

[Gedicht] Mördergrube

Mördergrube



Schilder aufgestellt.

Warnung! Gefahr!

Als Unsinn abgetan.



Angenähert, unaufhaltsam.

Vorsicht!

Einfach weggelächelt.



Angst bekommen.

Bitte!

Respektlos ignoriert.



Augen geschlossen.

Atmung gestoppt.

Stumm gebettelt.



Überraschte Schreie.

Durchdringend, betäubend.

Ausblenden unmöglich.



Nähertreten, hinabsehen.

Da liegen sie.

Gebrochene Menschen - Gebrochene Herzen.



Tränen in trüben Blicken.

Überquellende Augen.

Schmerzhaftes Bild.



Tränen. 

In mir.

Ungeweint.



Deute auf die Schilder.

Vorwurfsvoll.



Gefahr für jeden.

Gefahr für mich.



Schuld?



Meine Schuld.



(c) 7.11.2013 Nathan (ich hatte ein wenig Hilfe bei den Feinheiten. Danke!)

[Gedicht] Erinnerungen, die keine sind

Quietschende Bremsen.
Dumpfer  Aufprall.
Widerliches Geräusch.
Schreie.
Gebrüll.
Ich habe ihn nicht gesehen!
Ruf doch endlich einer die Polizei!

Schweißgebadet aufgewacht.
Erlebt, was ich nicht erlebt habe.
Ich war nicht bei dir, als es geschah.
Ich war woanders.
Und doch.
Jede Nacht holt sie mich ein.
Die Erinnerung, die keine ist.
Mein Hirn baut alles zusammen.
Immer wieder.

Geräusche, Bilder.

Ich sehe, wie du an der Fußgängerampel wartest.
Deinen alten Rucksack auf der Schulter.
Dabei habe ich dir zu Weihnachten eine neue, sehr schicke Umhängetasche geschenkt …
Ein sanftes Lächeln verzieht mein Gesicht.
Wandelt es von liebevoller Erinnerung in blankes Entsetzen.
Die Ampel wird grün.
Ich sehe, wie du losgehst.
Ich sehe, wie der Benz mit dem roten Lack auf dich zu rast.
Ich sehe, wie er dich erfasst.
Davonschleudert.
Ich sehe die Überraschung in deinem schönen Gesicht.
Sie vergeht, nichts bleibt übrig.
Du landest mitten auf dem nasskalten Asphalt.

Schweißgebadet aufgewacht.
Erlebt, was ich nicht erlebt habe.
Ich war nicht bei dir, als es geschah.
Ich war woanders.
Und doch.
Jede Nacht holt sie mich ein.
Die Erinnerung, die keine ist.
Mein Hirn baut alles zusammen.
Immer wieder.

Nacht für Nacht.
Kein Alptraum.
Bittere Realität.
Totes Leben.
Lebender Tod.

Nichts davon.
Und doch alles.

© 20.2.2014

[Gedicht] Datum

Verhasstes Datum.

Zum letzten Mal hielt ich Dich im Arm.
Zum letzten Mal tanzten unsere Zungen.
Zum letzten Mal lehnte ich mich an Dich.
Zum letzten Mal hast Du mich geliebt.
Zum letzten Mal sah ich Dich.
Zum letzten Mal balgte ich mit Dir.

Geliebtes Datum.

Zum letzten Mal mit Dir gelacht.
Zum letzten Mal mit Dir geknutscht.
Zum letzten Mal mit Dir geschlafen.
Zum letzten Mal mit Dir aufgewacht.
Zum letzten Mal mit Dir gelebt.

Das Datum vor dem Datum.

Zum letzten Mal gefühlt.
Zum letzten Mal geliebt.
Zum letzten Mal genossen.
Zum letzten Mal gewacht.

Das Datum vor meinem Tod.

Zum letzten Mal trank ich mit Dir.
Zum letzten Mal spürte ich Dich.
Zum letzten Mal schmeckte ich Dich.

Das Datum des neuen Jahres.

Zum letzten Mal in Deinen Augen ertrunken.
Zum letzten Mal Deinem Charme erlegen.


Gefürchtetes Datum.

Zum letzten Mal Liebe spürbar gemacht.



(c) 1.1.2014

[Gedicht] Arret du Coeur

Meine Haut brennt - eiskaltes Feuer.

Meine Seele zittert - wilder Sturmwind.

Mein Herz wimmert - harte Schläge.

Meine Lunge schreit - klirrende Scherben.


Deine Haut ist kalt - leblos.

Deine Seele ist fort - weggeweht.

Dein Herz ist schweigsam - Stillstand.

Deine Lunge ist leer - Vakuum.


Meine Worte verhallen - ungehört.

Meine Schreie verstummen - kraftlos.

Meine Gedanken brüllen - wütend.

Meine Träume quälen - endlos.


Deine Worte will ich hören - einmal noch.

Deine Schreie will ich beruhigen - einmal noch.

Deine Gedanken will ich spüren - einmal noch.

Deine Träume will ich bewachen - einmal noch.



(c) 15.11.2013