Samstag, 22. März 2014

[Gedicht] kalt

kalt
mir ist kalt.
alles hohl und leer.

eiswüste.
ich bin schneeblind.

alles weiß

in indien die farbe der trauer
hier die farbe der unschuld

was liegt dazwischen?

ich.

voller trauer, gram und hass
voller leben, zielen und liebe


für wen?

unwichtig.
der gedanke zählt.
das gefühl zählt.
die sehnsucht zählt.
die freundschaft zählt.

für wen?

mich.

voller hoffnung, freude und emotion
voller zweifel, angst und sorge


kalt.
mir ist so schrecklich kalt.

warten auf die schneeschmelze.
sie kommt doch?
jedes jahr, im frühling.
nicht für mich.
und doch ...


skeptischer lichtblick?
ermutigende besorgnis?

allumfassende ambivalenz

ja ist nein
hoffnung ist zweifel
sehnsucht ist angst
und doch ...

tja, und doch ...




... ist da etwas, das die kälte weichen lässt.


(c) 26.11.2013 Nathan

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