Donnerstag, 29. Oktober 2015

[Roman] Mailchaos


Brandneu und gerade erschienen ...

Eine neue Zusammenarbneit von Gerry Stratmann und Nathan Jaeger.

Klappentext:
Ein Onlineforum mit allerlei Themen bietet für Felo van Dien eine gelungene Abwechslung zu seinem Leben. Seit Monaten diskutiert er immer wieder mit dem User Daredevil, der ihn mit seiner Eloquenz und Weisheit beeindruckt. So sehr, dass Felo alias Prince-of-Chaos ihm eine Freundschaftsanfrage stellt. 

Mit einer E-Mail will sich Duran Graves alias Daredevil nach monatelangem Hin und Her im öffentlichen Forum endlich genauer mit Prince-of-Chaos beschäftigen, denn irgendwie fasziniert ihn der Typ. Die Freundschaftsanfrage ist doch der ultimative Aufhänger dafür, oder nicht? 

~*~ 
Diese Geschichte ist mit verteilten Rollen geschrieben. Die Autoren haben sich nicht abgesprochen und reagieren ohne das Hintergrundwissen des jeweils anderen auf den entsprechenden Text. 


Zu bekommen hier: Mailchaos

[Anthologie] Jahreszeiten - Winter


Erneut zwei vollkommen voneinander unabhängige Geschichten findet Ihr auch im Winterband der Jahreszeiten.Winter – die Jahreszeit der Ruhe. Weiße Landschaften, zugefrorene Seen und jede Menge Sport, der sich nur bei diesem Wetter wirklich befriedigend ausüben lässt. 

~*~ 

Winterwundergarten (Schneeseelen 2) Mika Gustav will es tun! Die wichtigste Frage seines bisherigen Lebens stellen. Doch soll es kein schnöder, einfallsloser Antrag sein, sondern einfach passend. Zu Jaron, zu ihm – ihren Schneeseelen. 

~*~ 

Race-Board vs. Skiing Sören Kaufmann war schon lange nicht mehr in den Bergen, deshalb bucht er zum Jahreswechsel einen Urlaub auf der Turracher Höhe. Lange Waldspaziergänge stehen auf seinem Erholungsplan, ebenso die Auffrischung seiner Skikünste, doch wie so oft hat das Schicksal seine eigenen Pläne für Sören – und dessen Liebesleben … 


Zu finden ist es hier: Jahreszeiten - Winter

Mittwoch, 1. Juli 2015

[Film] Love Actually - Tatsächlich Liebe

Ein Film, der sich aus scheinbar endlosen Verknüpfungen aller Protagonisten zusammensetzt, die hier und da verwandt, bekannt, manchmal aber auch nur Kunden oder Gäste auf einer Hochzeit sind.

Obwohl man hier mehrere Handlungsstränge verfolgen muss, sich die Verknüpfungen erst später zeigen und nicht jedes Happyend auf den ersten Blick erkennbar ist, kann man der Gesamthandlung wunderbar leicht folgen und sich vom Zusammenspiel der einzelnen Schicksale gefangennehmen lassen.


Neben Liam Neeson und Hugh Grant bietet dieser Film ein tolles Spektrum an echten Schauspielgrößen.
Zu nennen wären da in jedem Fall Colin Firth, Alan Rickman, Emma Thompson, Heike Makatsch, Rowan Atkinson, Keira Knightley und der Hobbit- und Sherlock-Darsteller Martin Freeman.
Im Grunde spielt das aber vielleicht nicht einmal die größte Rolle, denn die Handlung(en) und das Zusammenspiel der Darsteller ist wahnsinnig schön komponiert und bebildert.

Von mir die volle Punktzahl für einen meiner liebsten Liebesfilme.

Mehr Info zum Film findest Du HIER: Love actually IMDB


Sonntag, 14. Juni 2015

[Kurzroman] Ofenfrisch

In meiner losen Reihe von unabhängigen Geschichten in unterschiedlichen Längen geht es diesmal um einen Bäcker.






Klappentext:

Zu finden ist das E-Book exklusiv hier: Ofenfrisch








Tio de Jong ist Bäcker mit Leib und Seele. Sein auffälligstes Merkmal sind die quietschblauen Haare, ansonsten ist der halbe Niederländer ganz normal. 
Aus Sorge um sein Geschäft fürchtet er sich vor einem Coming out, deshalb bleibt er lieber allein und verbringt seine Freizeit mit Thrillern und Spaziergängen. 
Das bedeutet aber nicht, dass er den sexy Mathelehrer, der jeden Tag um halb zehn sein Frühstück bei Tio kauft, nicht anschmachten dürfte … 



Freitag, 12. Juni 2015

[Serie] Ver-liebt

Meine zweite Serie, diesmal aber wirklich wie eine TV-Serie aufgezogen.
Sie spielt in meiner Heimatstadt Bocholt, vor ein paar Jahren.


Vier Jungs, zweimal beste Freunde, erleben vom Sommer bis Weihnachten jede Menge verrückter Dinge.
Klappentext:
Mario und Alessandro haben Nathaniel und Anders kennengelernt. Zu viert erleben sie das Ende der Sommerferien und so manchen Stress ... 
Zu kaufen gibt es alle 5 Bände der kompletten ersten Staffel hier: Ver-liebt


Homophobe Mitschüler, die Wahrheit über die Vergangenheit, Missverständnisse und die große oder nicht ganz so große Liebe machen es unseren vier Ich-Erzählern teilweise wirklich schwer.


















Eine kleine Stadt im Münsterland - tiefschwarz würde man wohl sagen, also erzkonservativ in manchen Belangen. 
Schwule werden im besten Falle ignoriert, im schlimmsten angegriffen. 
Kein einfaches Pflaster für Heranwachsende ... 
Aber es gibt das 'Justify' - einen Ort, an dem man sich auch austoben darf, wenn man schwul ist. 


Donnerstag, 11. Juni 2015

[Reihe] Strategie in Scherben

Durch die tagebuchähnliche Gliederung und die Erzählung aus zwei Blickwinkeln, wurde aus einem geplanten Roman am Ende vier. :)

Klappentext:
Kim Andreesens Leben ist perfekt. Mit seinen 26 Jahren ist er Gestütsleiter, hat Geld, eine schicke Wohnung und eine gesicherte Zukunft. 
Das alles verdankt er seiner klaren Strategie und einem Deal mit seinem Mentor, Ludwig van Keppelen. 
Als dieser ihm für die anstehenden Semesterferien den zusätzlichen Ferienjobber Maik aufs Auge drückt, prallen nicht nur widersprüchliche Lebensvorstellungen aufeinander. 
Mit täglich neu gemischten Karten versucht jeder, seine Ziele zu erreichen, doch deren Gegensätzlichkeit spottet jeglicher Beschreibung. 
Auf welches Pferd soll man setzen, wenn einem das eigene keinen Sieg mehr verspricht? 


Klappentext:
Hat Kim wirklich auf das richtige Pferd gesetzt, indem er Ludwigs Abwesenheit so zu seinen Gunsten ausnutzt?
Der Ferienjobber Maik ist eben doch viel netter als erwartet. Fragt sich nur, was von der trauten Zweisamkeit bleibt, nachdem Kim endlich kapiert, was Maik heimlich treibt.
Die zweite Etappe um das Gestüt am Feuerried hat begonnen und ein glückliches Ende für alle Beteiligten liegt in weiter Ferne.
Kann es das überhaupt noch geben, wenn Ludwig aus Dubai zurückkommt?



 Klappentext:
Opfer bringen, das ist etwas, das eine Art Programm darzustellen scheint. 
Kim musste sich zuletzt schlimmste Unterstellungen anhören, deshalb bleibt die Frage, ob er Maik noch einmal die Hand reichen kann. 
Maik muss lernen, Kim zu vertrauen, doch wie hört man auf, an rosa Elefanten zu denken, wenn man nicht an rosa Elefanten denken darf?
Lu muss ebenfalls ein Opfer bringen – nie wieder Sex mit Kim? Na, das wäre ja was!







Klappentext: 

Überall nur Trümmer. 
Ludwig bleibt verschollen, Maik ist abgehauen und was aus Möhrchen wird, kann auch noch keiner sagen. 
Kim steht vor den Scherben seines Lebens und macht sich ans Aufsammeln. Nun ist Schadensbegrenzung angesagt - und vor allen Dingen muss er Maik finden! 


Zu kaufen gibt es diese Romane hier: Strategie in Scherben


[Kurzroman] Heißes Eisen - warmes Holz

Ursprünglich für eine Anthologie der Kuschelgang geschrieben, habe ich die Geschichte auskoppeln lassen und sie ist seitdem nur noch exklusiv einzeln und mit meinem Namen darauf zu bekommen.




Klappentext:
Als David sternhagelvoll aus einer Kneipe torkelt, sein edles Aluminiumross sattelt und nach Hause will, um sich wie jeden Samstag die Augen wegen Adrians Abgang aus dem Kopf zu heulen, trifft er unerwartet auf einen geschniegelten Typen, der ihn um jeden Preis nach Hause bringen will – und es auch tut. 
Am nächsten Morgen wird David Zeuge einer unschönen Szene, die ihm nicht aus dem Kopf will. Wieso lässt sich der bislang souveräne Steve von seinem Begleiter so mies behandeln? 


Bekommen könnt Ihr es exklusiv HIER: Heißes Eisen - warmes Holz

Dienstag, 7. April 2015

[Gewinnspielergebnis] Ostern 2015 - Eier überall!

Hallo Ihr Lieben,

Ostern ist vorbei und bevor wir irgendetwas anderes machen, möchten wir Euch für Euer tolles Feedback und Eure Beteiligung an unserer diesjährigen Eiersuche danken.

Manche schrieben uns, dass sie uns sehr dankbar seien, weil sie sich noch einmal wie Kinder gefühlt hätten.
Das lässt uns glücklich lächeln und bestätigt uns, dass wir solche Spiele ruhig öfter machen können. :)

Wie Ihr wisst, hat Maja, dynamisch, wie sie ja nun mal ist, schon ein paar der Gewinne erschnüffelt.



Damit Ihr nun aber auch seht (zumindest zum Teil), wie die Preise für Eure fleißige Eiersuche aussehen ...

Hier ein paar Beispiele in Bildern.






Nun also zur Auflösung, denn wir haben beschlossen, Euch die Screenshots, die wir von den auch jetzt noch auf den Blogs befindlichen Ostereiern gemacht haben, hier zu zeigen.


Nat's Blog (13 Stück)













Gerrys Blog (11 Stück)











So, nun habt Ihr gesehen, wo sich die kleinen bunten Dinger versteckt hatten ;)
Es waren insgesamt also 24 Stück. 

Aber vermutlich interessiert Euch etwas ganz anderes noch viel mehr ...

Die Gewinner!


1. Preis
Haus Elfe


2. Preis
Carmen Benner


3. Preis
Locken Köpfchen


Platz 4 - 20
alle anderen, von denen wir E-Mails mit Ostereierzählungen erhalten haben.


So, nun ... freut Euch, schickt uns an die bereits bekannte E-Mail-Adresse Eure Postadresse, soweit wir sie benötigen, und im Falle von Wunschbuch und E-Books bitte den Titel und das Format.


Wir danken nochmals sehr herzlich für Eure Teilnahme, Eure Kommentare und den Spaß, den wir dadurch geteilt haben.

Bis zum nächsten Jahr,

Gerry und Nat



Freitag, 3. April 2015

[Gewinnspiel] Eiersuche



Frohe Ostern und … äh … dicke Eier!

… zumindest haben Gerry und Nathan welche versteckt, haben sie gesagt.
Deshalb steht oben im Bild auch was von Eiersuche …

Das ist es nämlich, was Du tun sollst. Möglichst viele bunte Ostereier finden. :)
Wie? Na, ganz einfach, schau Dich gründlich auf den Blogs von Gerry und Nathan um, zähle alle bunten Eier, die Du finden kannst, und sende eine E-Mail mit Deinem Ergebnis bis Montag, 06.04.2015, 24 Uhr, an: gay-fusion@gmx.net

Beachte bitte, Eiergruppen zählen als 1 Ei.

Wieso Du das machen solltest?
Es gibt etwas zu gewinnen!

… und weil ich so lieb bin, hab ich für Dich schon mal geschnüffelt, was die zwei als Preise ausgesetzt haben.

Meine Nase hat mich zu ganz, ganz tollen Schwanenhalslesezeichen, einem signierten Buch UND zu einer superschicken Gay-fusioN-Umhängetasche geführt!

Ab morgen (Karsamstag, 4. April.2015) dürft Ihr suchen, meine Kuschelsklaven werden die Eier heute Nacht verstecken.

Wenn mehrere Leute die gleiche (richtige) Anzahl einsenden, entscheide ich per Pfote.

Liebe Grüße

Eure Maja :)


Der zweite teilnehmende Blog: http://gerrystratmannautor.blogspot.de/

Donnerstag, 12. März 2015

[Wissen] Wie schreibe ich eine Rezension?

(C) Gerry Stratmann


Hallo zusammen,

heute gibt es den neulich angekündigten Artikel zum Thema ‚Wie schreibe ich eine Rezension?‘

Vorweg möchte ich Folgendes loswerden:
Mein Artikel, dessen Reihenfolge, die Inhalte und Maßstäbe sind nicht zwangsläufig allgemeingültig und ganz sicher nicht dogmatisch.


Definition ‚Rezension‘
Ich werde im Folgenden natürlich die Buchrezension behandeln.

Eine Rezension ist per Definition eine Musterung.
Der eine oder andere weiß, was das bedeutet, ich will aber gern an dieser Stelle einen Auszug aus der Wikipedia zitieren:

Eine Rezension (lat. recensio, Musterung‘) oder auch Besprechung (zuweilen auch im deutschen Sprachraum anglisiert zu Review) ist in der Regel eine in Printmedien schriftlich niedergelegte […] Form einer Kritik, die einen bestimmten Gegenstand eines abgegrenzten Themenfeldes behandelt.

Es handelt sich hierbei also um eine, anhand von gängigen Leitlinien, Geschmäckern und Sichtweisen belegte, Meinung zu einem bestimmten Medium. In diesem Fall um ein Buch oder E-Book.

!!! Eine Rezension, so nett, schrecklich oder wie-auch-immer sie sein mag, ist NIE für den Autor des jeweiligen Textes, sondern für andere LeserInnen verfasst!!!

Nun wisst Ihr also, was in der Theorie hinter einer Buchbesprechung steckt, aber wie sieht es mit der Praxis aus?

Zunächst einmal, das Besprechen von Texten kann man lernen.
Es ist kein von wem auch immer gegebenes Talent, man muss sprachlich kein Genie sein, benötigt keinen übergroßen Wortschatz und kann, sofern man mag, sogar jeglicher stilistischer Finesse entsagen.
Unter stilistischen Finessen verstehe ich Ironie, Spott (Sarkasmus) oder auch alles andere, was missverständlich aufgefasst werden könnte.
Schachtelsätze, doppelte Verneinungen und Über- sowie Untertreibungen sind ebenfalls nicht gut dazu geeignet, einem späteren Leser Eurer Rezension als Hilfe zu dienen.

Somit steht schon einmal fest:
Eine Buchbesprechung soll klar und deutlich sein.

Klingt doch gar nicht so schrecklich schwer, oder?

„Ich sage einfach, ob es mir gefallen hat oder nicht, und alle sind zufrieden.“
Hm, leider ist es nicht ganz so einfach.

Aber der Reihe nach …

Bevor wir nun ins kalte Wasser springen, ein paar wichtige Dinge, die Du beim Schreiben einer Rezension niemals vergessen darfst:

- Eine Rezension ist stets ausschließlich auf den einen, gerade vor Dir liegenden Text bezogen.
- Nicht der Autor und seine Person sind Gegenstand der Rezension.
- Eine Rezension sollte ehrlich sein, denn Du stehst mit Deinem Namen/Nicknamen für Deine Meinung ein.
- Eine Rezension sollte höflich formuliert sein.
- Eine Rezension dient NICHT dazu, einem Autor einen Gefallen zu tun.
- Eine Rezension verkörpert DEINE Meinung und beruht inhaltlich immer auf Deinen ganz privaten Empfindungen.

Behalte das immer im Hinterkopf, dann kann sich niemand von Deiner Meinung beleidigt oder beschimpft fühlen.

Es gibt ein paar grundlegende Fragen, die jeder für sich selbst beantworten muss.
a)    Wo liegt mein Hauptaugenmerk beim vorliegenden Text?
b)   Wieso will ich eine Besprechung dazu schreiben?

Zu a): Wenn man ein Buch liest, so tut man dies auf seine ganz eigene Art. Jeder hat dabei andere Präferenzen.
Den Einen stören Satzzeichenfehler, den Nächsten kann nicht einmal die schrecklichste Grammatik davon abhalten, mit den Protagonisten bis zum Ende mitzufiebern.
Mache Dir also klar, welche Aspekte für dich in Bezug auf Rechtschreibung, Zeichensetzung und Grammatik wichtig sind.
Sind sie Dir egal, ersparst Du Dir eine Menge Stress und geschmälertes Lesevergnügen (und ich werde auf ewig neidisch sein, denn ich für meinen Teil kann über Mängel der genannten Art nicht hinwegsehen.

Es gibt neben den knallharten Fakten, denn genau das sind die Regeln der Rechtschreibung/Grammatik/Zeichensetzung, auch eine Menge anderer Punkte, die eventuell wichtig für Dich und Dein Lesevergnügen sind.

Wortwahl, Wortwiederholungen, Satzbau, Ausdruck, Größe des genutzten Wortschatzes und die Verwendung von Sprachbildern stellen hier eine sehr große Gruppe von Aspekten, die für den einen oder anderen Leser ebenfalls sehr wichtig sein können.

Begriffserklärungen und ausführliche Beispiele hierzu werde ich im Verlauf noch geben.

Zu b): Was will ich mit der Rezension erreichen? Will ich andere Leser auf dieses Werk aufmerksam machen? Schreibe ich einfach gern Rezensionen für die Bücher, die ich gelesen habe? Will ich dem Autor einen Gefallen tun?
Es gibt so viele Gründe, aus denen man eine Besprechung für andere sichtbar machen wollen könnte. Überlege es Dir selbst und sei ehrlich.

Auch hierzu später mehr.

Wenn Du Dir diese Fragen nun beantwortet hast, stehen plötzlich ganz viele andere im Raum. Neben den erwähnten Begriffen natürlich auch die Frage nach dem ‚Wie?!‘

Ich erwähnte es bereits, auch ich habe das Rezensieren nicht mit der Muttermilch aufgesogen, sondern (hart) erlernt.

Ein gewisses Sprachgefühl kann hier einiges erleichtern, ist aber letztlich nicht entscheidend.

Gelernt habe ich das Besprechen von Texten auf einer Internetseite, die meiner Meinung nach zu Unrecht immer wieder mit Seiten wie Bookrix, Fanfiktion, bxb, animexx und Co in einen Topf geworfen wird:
Dort findet man auch einen sehr schönen Leitfaden zu dem hier besprochenen Thema, den ich gern am Ende noch verlinken werde.

Meiner sieht naturgemäß nicht wahnsinnig anders aus, aber ich will gern deutlicher werden und mehr ins Detail gehen.

Schaffen wir uns nun also ein Grundgerüst, an welchem wir uns entlanghangeln können, um zu sehen, welche Aspekte nun wirklich in unsere ganz private Besprechung gehören.

Ich unterteile heute alles ganz grob in 7 Kategorien.

1.   Handlung
2.   Charaktere
3.   Erzählweise
4.   Stil
5.   Logik
6.   Rechtschreibung/Grammatik/Zeichensetzung
7.   Zusammenfassung und alles bisher Ungesagte

Ich werde nun erst einmal zu jedem Aspekt ausführliche Hinweise geben, die Dir beim Ordnen Deiner Gedanken, beim Festlegen Deiner persönlichen Präferenzen helfen sollen.
Nicht alles wird für Dich passend sein, aber vielleicht ist auch etwas Unpassendes letztlich ein Hinweis für Dich.

Also sind wir ein weiteres Mal in der absoluten Theorie angelangt, und Du erkennst, dass eine Rezension keine schnell dahingeschmierte Lobhudelei und auch kein haltloser Angriff ist, sondern ernste, teilweise sogar harte Arbeit.

Zu 1.:
Die Handlung eines Textes ist das, was die meisten an einen Text fesselt, den Leser eintauchen und mitfiebern lässt.
Hier halte ich einen wirklich SEHR kurzen Abriss des Geschehens für angebracht, der die Gesamtsituation und deren Wirkung auf Dich zeigt.
Bitte keine Inhaltsangabe und wenn es geht, auch keine verräterischen Paarungen oder Namen nennen.
Es ist wichtig, dass ein Leser, der dieses Buch noch nicht gelesen oder gekauft hat, nicht von vornherein abgeschreckt oder aufgeklärt wird, damit er seinen Lesespaß auch wirklich auskosten kann.
Niemand will in einer zufällig überflogenen Rezension das Ende eines Buches verraten bekommen, oder?
Also achte an dieser Stelle darauf, möglichst schwammig zu umschreiben.

Hey, das widerspricht aber dem ‚eine Rezension muss klar und deutlich sein‘!
Nein, tut es nicht, denn klar und deutlich darfst und sollst Du hier sagen, welchen Einfluss die Handlung auf Dich ganz persönlich hat.

Zu 2.:
Die Charaktere in dem vorliegenden Text sind zumeist mehr als nur das Hauptpaar, und sollten hier alle mehr oder minder deutlich angerissen werden. Hier darfst Du Namen nennen, Berufe zuordnen oder Dich ganz anders ausdrücken.
Vor allem darfst Du hier sagen, ob Dir die Protagonisten echt vorkommen, ob sie ihrer Beschreibung entsprechend agieren und reagieren, ob sie glaubwürdig sind.
Dazu benötigt es nicht unbedingt körperlicher Beschreibungen, denn gut geschriebene Charaktere zeigen dem Leser ihr Wesen durch ihre Handlungen. Reagiert ein Protagonist also plötzlich in Deinen Augen grundlos anders, als Du es den vorhergegangenen Aktionen entnommen hast, ist hier der geeignete Unterpunkt, um das zu sagen.
Dazu benötigst Du keine haarkleinen Handlungsbeschreibungen, die möglicherweise wieder den Inhalt des Buches verraten könnten, sondern nur Andeutungen, aus denen andere herauslesen können, worum genau es Dir mit Deiner Einschätzung geht.
Zum Beispiel: Ein Vater hat bisher immer hart und streng über seine Familie ‚regiert‘, wird aber nun ohne ersichtlichen Grund zu einem jasagenden Allesversteher, der jede Regelverletzung seiner Kinder ignoriert oder gar gutheißt.

Zu 3.:
Die Erzählweise beinhaltet verschiedene Themen.
Zum Beispiel kannst Du hier sagen, aus welcher ‚Richtung‘ die Geschichte erzählt wird. (Icherzähler, personaler Erzähler, wechselnde Erzähler, auktorialer Erzähler usw.)
Ebenso gehört hier hinein, ob ein Text in der Gegenwart oder Vergangenheit geschrieben ist.
Neben diesen Dingen kannst Du hier auch sagen, ob die Geschichte chronologisch erzählt wird, oder ob mit (zahlreichen) Rückblenden gearbeitet wird.
Auch hier hinein gehören erzählerische Besonderheiten. Zum Beispiel, ob der Icherzähler sein ‚Publikum‘ anspricht.
Natürlich gehört zu allen genannten Aspekten auch die Fragestellung (und Deine Antwort), ob Dir das zusagt oder nicht.

Ein Beispiel: Graues Meer und blaue Sonnen ist ein Gegenwartstext aus Sicht eines einzelnen Icherzählers, beinhaltet aber nach eine sehr kurzen Kapitel in der Gegenwart eine lange Rückblende in der Vergangenheit. Zudem spricht Julius seine ‚Leser‘ direkt an.

Zu 4.:
Stil oder nicht Stil, das ist hier die Frage!
… und sie führt uns wieder zu den oben unter a) erwähnten Dingen wie Wortwahl, Wortwiederholungen, Satzbau, Ausdruck, Größe des genutzten Wortschatzes und die Verwendung von Sprachbildern.

Hier aber nun die angekündigten Erklärungen zu den einzelnen Begriffen.

Wortwahl:
Wenn zum Beispiel ein erotisch angedachter Text dazu neigt, sich wie eine medizinische Abhandlung anzuhören, weil anatomische Fachbegriffe genutzt werden, ist das zwar eine sehr gewählte Ausdrucksweise, aber leider wird kein Funke überspringen können.
Die Frage, die sich daraus ergibt, lautet:
Passt die Wortwahl zum Inhalt/zur Handlung?

Wortwiederholungen:
Im Grunde selbsterklärend.
In einem Satz dreimal das gleiche Wort? In einem Absatz zehnmal?
Die Frage, die Du Dir stellen solltest, lautet:
Ab wann wird es für mich störend/nervig?
Im Umkehrschluss:
Wechseln die Ausdrücke und finde ich das gut?

Anmerkung: Manchmal wirken die unterschiedlichen Synonyme, die der Autor für seine Geschichte verwendet hat, auch extrem krampfhaft, sehr bemüht. Stört es Dich?

Satzbau:
Sind alle Sätze immer wieder gleich aufgebaut, so kann auch das sehr ermüdend und störend sein.
Beispiel: Er hat eine Weile darüber nachgedacht. Er macht sich große Sorgen um seinen Freund. Er sagt ihm, wie er die Sache sieht. Er zeigt sich wenig beeindruckt von den Argumenten seines Freundes.
Auch hier die Frage:
Ab wann stört es Dich?
Sind die Sätze gut durchmischt, wechseln in Aufbau und Struktur, dann wird es Dir vermutlich beim Lesen nicht einmal auffallen, falls aber doch, kannst Du auch dies ganz wunderbar in Deiner Rezension vermerken.

Natürlich sind diese ‚Gleichläufe‘ im Satzbau nicht der einzige Unterpunkt, denn auch Schachtelsätze oder viele, extrem kurze Sätze können den Lesefluss stören oder beeinflussen.
Auch hier gilt es, Dir zu überlegen, ob und wie Du das erwähnen willst.

Anmerkung: Die Länge der Sätze kann Stimmungen beim Lesen beeinflussen. So wirst Du in vielen Büchern an besonders spannenden Stellen kurze, beinahe abgehackte Sätze finden. Dies erhöht die ‚Schlagzahl‘ beim Lesen und hinterlässt, je nach Thematik, einen atemlosen Leser.

Ausdruck:
Zum Ausdruck gehört unter anderem auch die bereits genauer ausgeführte Wortwahl, doch hier geht es nicht um die zu vermittelnde Stimmung, sondern um die simple Lesbarkeit eines Textes.
Beispiel:
Veras Oma fährt jeden Freitag zu einer ihrer Freundinnen, um in deren Haus Bridge zu spielen.

Vera ihre Oma fährt jeden Freitag nach eine von ihren Freundinnen hin, um in der ihrem Haus Bridge zu spielen.

Stellst Du Dir gerade die Frage, wie man den zweiten Satz überhaupt vernünftig lesen können soll? Zu Recht!

Der zweite Satz ist grammatikalisch und in seinem Aufbau eine absolute Katastrophe und verhindert das klare Lesen. Zudem wurde dort der Genitiv nicht richtig umgesetzt.

Musst Du manche Sätze im vorliegenden Text zweimal lesen, weil sie so wirr geschrieben sind?
Überleg Dir, ob das wirklich an Dir liegen kann, oder vielleicht ein stilistischer Mangel am Text ist.

Aber noch haben wir den Ausdruck nicht ‚abgefrühstückt‘.
Es gibt weitere mögliche Mängel. Zum Beispiel das Verwenden von Verben in der Verlaufsform:
Ich bin am trinken. Ich bin am arbeiten.
So sprechen wir gern mal, aber im Schriftdeutsch haben Verbindungen von ‚am‘ und einem Verb nichts zu suchen.
Vielleicht kennst Du den Spruch: Die Kuh am Schwanz am raus am ziehen. ;)

Ebenfalls eine Frage des Stils ist die korrekte Benutzung von sogenannten Sprechverben.
Die hauptsächlich genutzten sind: sagen, fragen, sprechen.
Es gibt weitere, die je nach Lektor und Lesergeschmack noch vorkommen können: meinen, widersprechen, befinden, verlauten lassen, flüstern, nuscheln, murmeln, raunen, zurückgeben, zu wissen verlangen, versetzen, wiederholen, erwidern.

Absolute NO-GOs sind: lachen, seufzen, kichern, grinsen, stöhnen.
Ausnahmen bei letzteren: Ein-Wort-Sätze.

Größe des genutzten Wortschatzes:
Abwechslungsreiche Sprache ist lebendig, echt und glaubhaft.
Hier gibt es keine klaren Regeln, aber vielleicht fällt Dir beim Lesen auf, dass der Text eintönig oder besonders lebendig wirkt. Beides verdient Deine Aufmerksamkeit und eine kurze Bemerkung.

Verwendung von Sprachbildern:
Passen die Bilder, die durch metaphorische Ausdrücke in Deinem Kopf geweckt werden?
Nach einem Sturz in Matsch und Herbstlaub, sah er wie aus?

Er sah aus, als hätte man ihn geteert und gefedert.

Er sah aus wie paniert.

Er sah aus wie ein frisch gesuhltes Schwein.

Erneut die Frage: Passen diese Bilder? Hast Du dazu überhaupt Bilder im Kopf?
Wenn ja, alles gut! Bei besonders schönen oder innovativen Sprachbildern ist das durchaus eine Erwähnung wert.

Zu 5.:
Die gute alte Logik
Man sollte wirklich meinen, an der kommt niemand vorbei, aber die nackte Wahrheit ist, dass einige Autoren gerade in diesem Punkt zu Nachlässigkeit neigen.
Da sind in wildem Geknutsche bereits entkleidete Personen plötzlich wieder halb angezogen und entblättern sich erneut, da rennen Protagonisten plötzlich über eine saftig-grüne Wiese, obwohl sie eben noch an einem Strand standen …
Es gibt viele Beispiele für unlogische Aspekte in Geschichten.
Das Ignorieren anatomischer Gegebenheiten ist einer davon, ebenso aber auch ganz allgemein die Schlüssigkeit eines Textes.
So ist in einer Fantasygeschichte erst einmal alles erlaubt, denn der Autor hat eine Parallelwelt oder eine gänzlich neue Welt entwickelt. Hier gelten dennoch die Regeln der Logik.
Wenn diese beachtet werden, ist selbst die verrückteste Fantasie ein gegebenes Kriterium und muss lediglich ihren eigenen, neu erfundenen Gesetzen folgen.
Wechselnde Haar- und Augenfarben, Berufe und Bezeichnungen gehören ebenfalls in das Ressort der Logik.
Ein Zimmer darf auch nicht von links nach rechts wechseln und aus kurzen Hosen werden nicht plötzlich lange.

Klingt doch ganz einfach, nicht wahr?
Dann ist es Dir sicherlich gut möglich, die vorhandene oder fehlende Logik innerhalb des vorliegenden Textes zu erwähnen.

Zu 6.:
In Stein gemeißelt, im Duden verewigt und festgelegt, sind die Regeln für Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung.
An ihnen kommt man ebenso wenig vorbei wie an der Logik.
Damit das gleich sonnenklar ist: Nur sehr wenige Menschen beherrschen alle Regeln perfekt, aber die meisten wissen, wo sie nachschauen können.
Viele Regeln haben sich mit Reformen geändert, doch manche stehen felsenfest.

Zu den felsenfesten Regeln gehört alles, was mit Grammatik zu tun hat.
Die korrekte Benutzung der vier Fälle:
Nominativ, Genitiv, Dativ und Akkusativ.
Besonders der zweite bereitet vielen Schwierigkeiten, aber das gehört eher in einen Autorenratgeber, denn ich das heutige Thema.

Wie eingangs bereits erwähnt, musst Du Dir selbst darüber klarwerden, ob und wie dieser Unterpunkt in Deine Rezension hineinspielen soll.

Für mich spielt es eine große Rolle, ob das Schreibhandwerk beherrscht wird, aber das ist schließlich nur meine Sicht der Dinge. Vermutlich eine kleine Berufskrankheit in meiner Eigenschaft als Lektor. ;)

Zu 7.:
Die Zusammenfassung!
Nun hast Du es beinahe geschafft, denn wenn man es genau nimmt, ist dieser Unterpunkt sehr schnell abgehandelt.
Ziehe Dein Resümee, teile anderen Dein ganz persönliches Fazit mit.
Hier kannst Du auf das Preis-Leistungs-Verhältnis eingehen, erklären, ob und wieso der vorliegende Text von anderen gelesen oder gemieden werden sollte, verraten, ob Du Dich auf eine Fortsetzung freust oder einfach nur mit dem Text abschließen.


Da wären wir nun angekommen, am Ende dieses wahnsinnig langen und hoffentlich einigermaßen informativen Beitrags.

Bevor Du nun aber losgehst und Dich auf Deine erste, fünfzigste oder letzte Rezension stürzt, möchtest Du vielleicht noch einmal an einem ganz konkreten Beispiel sehen, was man anhand der hier gegebenen Hinweise mit einem Text ‚veranstalten‘ kann.

Ich kann auf Wunsch in den kommenden Tagen (evtl. dauert es auch 2 Wochen) eine Rezension zu Gerry Stratmanns Race-Board vs. Skiing verfassen. Fall Du das möchtest, sag Bescheid.

Ansonsten wünsche ich Dir viel Spaß beim Lesen und gutes Gelingen für Deine zukünftigen Rezensionen.

Dein Nat

Hier noch der versporchene Link zu den Neobooks-FAQ. Punkt 113 ist der, den ich meinte: http://www.neobooks.com/faq

Montag, 16. Februar 2015

[Wissen] Leserunde - Was ist das?


(C) Gerry Stratmann


Hallo zusammen,

da in den vergangenen Tagen, aber auch früher schon, mehrmals Anfragen kamen, was genau denn nun eine Leserunde ist, werde ich es heute erklären :)
Ich finde, das ist ein guter Auftakt für das hier geplante Lexikon für LeserInnen und AutorInnen.
Auch wenn Du LeserIn bist, solltest du die Abschnitte 'für AutorInnen' lesen. ;)

:)

Leserunde

Definition 
Eine Leserunde ist ein spannendes Werkzeug, ein Bindeglied zwischen den Geschichten, die ein Autor schreibt, und den LeserInnen derselben.
In einer Leserunde lesen alle das gleiche Buch, teilen dazu ihre Gedanken und Gefühle mit den anderen teilnehmenden Leuten.

Wozu ist das gut?
AutorInnen leben vom Feedback, von den Rückmeldungen auf emotionaler Ebene, die nur LeserInnen liefern können.
Wie kommt eine bestimmte Szene an? Welche ist die Lieblingsszene, welche geht gar nicht?
Welcher Protagonist ist glaubhaft, welcher erweckt Zorn, Hass, Mitleid?
Solche Dinge sind sehr spannend für die Urheber der Geschichten, und helfen dabei, zukünftige Texte besser, klarer, logischer zu machen.

Was genau muss ich tun ...

... als AutorIn?
Ein/e AutorIn schreibt zu einer Geschichte eine Leserunde aus. Dies kann in einem Forum geschehen, in einer FB-Gruppe, in einer speziellen Community dafür (Lovelybooks, Literaturschock). Dort wird neben einem kurzen Abriss über den Inhalt der Geschichte evtl. auch eine Frage gestellt.
Ganz wichtig aber ist, gerade für die Interessenten, die das Buch noch nicht besitzen, dass für eine Leserunde kostenlose Exemplare der Geschichte angeboten werden.
Meistens in begrenzter Zahl, aber die Chancen, mitmachen zu dürfen, stehen nicht schlecht.
Es gibt sogar AutorInnen, die jedem Bewerber ein -Book schenken, damit alle Interessierten auch mitmachen können.
Der zu lesende Text wird nun in Abschnitte gegliedert, über die die LeserInnen einzeln diskutieren können. Ob Du dafür Kapitel oder Seitenzahlen nimmst, hängt hauptsächlich davon ab, wie lang der Text ist, und wo die Unterteilungen wirklich sinnvoll sind.

... als LeserIn?
Du musst Dich für ein Buch interessieren, um das es gehen soll, bewirbst Dich dann bei der entsprechenden Ausschreibung, wenn Du die gewünschten Kriterien erfüllst.
Die Kriterien können sehr vielfältig sein.
Manche AutorInnen stellen eine Frage, die zum Teil sehr persönlich beantwortet werden muss, andere verlangen ein Mindestalter und evtl. auch eine Mindestanzahl an bereits verfassten Rezensionen vom möglichen Teilnehmer.
Letzteres wohl hauptsächlich, um zu vermeiden, dass eines der ausgeschriebenen Gewinnbücher zwar abgeholt, anschließend aber nicht besprochen wird. Näheres dazu später. :)
Wenn Du die Bewerbungsphase 'bestehst' und an deren Ende ausgewählt/ausgelost wirst, um teilzunehmen, wird dir der/die AutorIn entweder das E-Book oder Taschenbuch zusenden, sobald die Kommunikationsdetails ausgetauscht sind.
In der Regel muss man angeben, welche E-Mail-Adresse man besitzt oder bei Taschenbüchern die Postadresse.

Ich bin dabei! Aber ... was nun?!
Nun liest Du das Buch, machst Dir evtl. Stichpunkte (schöne Stellen im Text, Gedanken, Gefühle, die Dich überkommen haben, Unklarheiten usw.)
Natürlich ist das kein Muss, aber vielleicht hilft es Dir, gerade bei Deiner ersten Leserunde oder sehr langen Kapiteln/Abschnitten, besser den Überblick zu behalten.
Vielleicht möchtest Du deshalb also Stichpunkte vermerken oder Kommentare/Markierungen in Deinem Leseexemplar des E-Books machen.
Wi schnell verliert man sonst den Überblick und weiß nicht mehr, in welchem Abschnitt nun was genau stand?

Diskussionen, Meinungen, Unterhaltungen ... muss ich das machen?
Hm, auch hier gilt: Nichts MUSS, aber vieles KANN.
Du bist durch die Teilnahme und das Annehmen des Leseexemplares zwar keinen Vertrag eingegangen, aber doch lastet eine gewisse 'Ehrenschuld' auf Dir.
Der/die AutorIn ist in Vorleistung gegangen und hat Dir etwas überlassen, damit Du Dich intensiv damit beschäftigen kannst.
Dass du dies auch wirklich willst, hast Du mit Deiner Bewerbung kundgetan, und es ist nur fair, jetzt Deinen Teil der Abmachung einzuhalten.

Wie genau sieht das denn nun aus?

Lies und kommentiere.
Nervt Dich ein Protagonist?
Verstehst Du nicht, wieso einer so oder so reagiert?
Ist ein Satz besonders toll?
Was denkst Du über die Szenen, vielleicht führen sie Dich gedanklich in eine ganz bestimmte Richtung? Dann sag es gern, die AutorInnen werden es Dir danken, denn so sehen sie, ob ihre Texte 'funktionieren'.
Bei einem Krimi, zum Beispiel, sollte man natürlich nicht spoilern (also das Ende oder etwas Entscheidendes verraten) aber man darf seine Vermutungen äußern, auf verdächtige Dinge hinweisen oder auch sagen, wenn einem etwas oder jemand total gruselig/komisch vorkommt.

Lies auch die Kommentare der anderen Teilnehmer, tausche Dich aus, entdecke neue Blickwinkel, andere Sichtweisen, diskutiere über das Gelesene.
Vielleicht ändert sich dabei Dein Eindruck, vielleicht bestärkt er sich, in jedem Fall aber wirst Du in einer Leserunde auch Menschen treffen, die vollkommen anders an einen Text herangehen als Du selbst.
Das ist auch für Dich als Leser eine spannende Möglichkeit, einmal in den lesetechnischen Kochtopf anderer zu blicken.

Hast Du bestimmte, nicht unbedingt im Text beschriebene Vorstellungen von Ort, Figuren, Charakteren? Sag es! :)

Alles, was Du an Feedback zu geben hast, kann hilfreich, spannend oder sehr, sehr interessant sein.
Nicht nur für die anderen Teilnehmer, sondern auch und vor allem für die AutorInnen!

Der Zeitfaktor ...

Das klingt doch alles sehr zeitaufwändig! Ich habe auch noch ein reales Leben, eine Familie, ein Haustier, einen Job ...

... und genau diese Dinge und Personen, Dein Alltag und reales Leben sind der Grund, wieso Du eine ganz eigenes, brauchbare, interessante und hilfreiche Meinung zu jedem von Dir gelesenen Text hast!

Natürlich verlangt keiner, dass Du von morgens bis abends in einer Leserunde bist, ständig aktualisierst und nachsiehst, ob wieder jemand etwas zur Diskussion beigetragen hat.
Auch lesen nicht alle gleich schnell.
Nimm Dir Zeit und lass den anderen Zeit.
Viele können nur abends, manche haben Schichtdienst und sind mal morgens, mal abends in der Leserunde.
Eine Leserunde ist nichts, bei dem alle gleichzeitig anwesend sein müssen, um sich auszutauschen.
Das ist das Schöne daran. Man kann sich beteiligen, wenn es der eigene, private Zeitplan hergibt.
Nichts ist Pflicht oder Zwang. Es gibt schlicht keine festen Zeiten.

Was muss ich beachten, wenn ich echt aktiv mitmachen will?
Man kann aber ganz grob sagen, dass eine Leserunde in den ersten 14 Tagen den stärksten Diskussionsraum bietet, da hier die meisten aktiv lesen und kommentieren.
Generell aber rechnet ein/e AutorIn aber wohl mit mindestens vier Wochen Leserunde, natürlich NACH der Bewerbungszeit und dem Versenden der Bücher.

Mein Lesetempo ist zu langsam, andere sind viel schneller!
Na und? Jeder in seinem Tempo, nach seinem eigenen Zeitplan. Mehr oder weniger wird nicht verlangt. :)

Und wenn ich was Falsches sage?!
Geht nicht! Sei ehrlich, sag Deine Meinung, in Deinen Worten.
Niemand verlangt einen Seelenstrip, Du erzählst und sagst nur, was Du wirklich teilen möchtest.

Gut, ich habe gelesen und diskutiert, bin also 'fertig'. Was mache ich jetzt?
Jetzt wäre es schön (meistens verlangen das die Teilnahmebedingungen sogar), wenn Du in Deinen Worten eine Zusammenfassung deiner Meinung abgibst. Dies kann in Deinem Blog, auf einer Verkaufsplattform oder in der Community, in welcher die Leserunde stattfindet, geschehen. Gern auch auf allen Dir zugänglichen Kanälen, denn letztlich soll auch Deine Rezension ein wenig Werbung für den Text machen.

Ich fand das Buch aber blöd, soll ich dann lieber nichts sagen?
Auf gar keinen Fall!
Deine Meinung ist und bleibt Deine Meinung.
Ja, es gibt AutorInnen, teilweise sogar Verlage, die ziemlich verschnupft reagieren können, wenn ihre 'Babys' nicht mit 5 Sternen und Lobeshymnen bedacht werden, aber das soll und darf niemanden abschrecken.
Ehrlichkeit zählt immer mehr als das Egostreicheln eines/r AutorIn.
Du schreibst die Rezension doch nicht aus Dankbarkeit für das Leseexemplar, sondern weil Du dich so intensiv mit dem Text beschäftigt hast, dass Du andere an Deinen Erfahrungen teilhaben lassen möchtest.

Wenn Du unsicher bist, schreib den/die AutorIn an, frag nach, was Du machen sollst.
Sei Dir sicher, ein/e seriöse/r AutorIn wird Dir dazu raten, Deine Meinung ungeschönt kundzutun. Sagt man Dir, Du mögest bitte keine Rezension veröffentlichen, mach Dir bitte ein paar Gedanken zum Thema Meinungsfreiheit und Charakter Deines Gegenübers. ;)



Alles gelesen?
Dann hast Du es geschafft und weißt nun, wie eine Leserunde abläuft, was Du zu tun hast, welchen Sinn sie hat.
Hast Du weitere Fragen? Dann hinterlass gern einen Kommentar, ich werde versuchen, Deine Fragen einzubauen und zu klären.

Nun wünsche ich Dir wahnsinnig viel Spaß, Input und Energie für Deine zukünftigen Leserunden!

Liebe Grüße

Euer Nat