Donnerstag, 19. Mai 2011

Professionell oder doch nicht?

Hallo zusammen,


aktuell mal ein paar Gedanken von mir zum Thema Wettbewerbssausschreibungen, Vernetzungen und Zentralisierungen innerhalb einer Plattform, nämlich neobooks.com


1. Es gibt 3 Möglichkeiten, sich kundzutun, sieht man von der Möglichkeit des Hochladens und Bewertens von Werken ab: Das NB-eigene Forum, den NB-Blog und die Facebookseite von NB.


Dies muss man wissen, wenn man sich im Dschungel dieser einen Plattform, die also de facto aus 4 Plattformen besteht, zurechtfinden will.
Alles gar nicht so einfach, könnte man meinen und tatsächlich ist es auch genau so:


Jede Unterplattform wird augenscheinlich von einer anderen Person betreut, eigentlich höchst offizielle MItteilungen findet man im Forum überhaupt nicht, dafür aber im Blog und auf der Text-Plattform.


In den letzten Tagen entbrannte eine Diskussion darüber, was NB eigentlich will und wirklich geklärt wurde das nicht.
Das Einzige, was wirklich klar wurde: Dem Team von NB wird eine Professionalität bescheinigt (angedichtet), die perfekt dazu geeignet ist, die allgemein unverständlichen Verlagsabsagen für den Großteil der letzten Top10 zu beschönigen.
Ja, ich sage das bewusst so provokativ, denn die Internetplattform neobooks.com ist die Illusion von Nähe zu einem großen Verlagshaus, die durch freundlichen Umgang und Einbeziehung der User aufgebaut, aber nicht aufrecht erhalten wird.
Womit ich das begründe?
Ich muss mir nur das heillose Chaos auf der Plattform ansehen, in der seit heute ein neuer Schreibwettbewerb ausgeschrieben wurde.
Die Ausschreibung ist auf den zweiten Blick missverständlich, aber das mag am einzelnen Leser/potentiellen Teilnehmer liegen.
Die Ausschreibung fand erst durch den Hinweis einer Userin Einzug ins Forum der Plattform.  NB selbst hätte das in der Rubrik "Neuigkeiten von neobooks" wohl doch auch selbst einbinden können, oder nicht?
Nun gibt es, nach im Forum entbrannter Diskussion über den Wortlaut der Ausschreibung auch noch einen Blogeintrag dazu, bei dem dann wieder an gänzlich anderer Stelle diskutiert werden kann.


Ich sehe hier einen unprofessionellen Haufen Mitarbeiter vor mir, bei denen die rechte Hand nicht weiß, wann die Linke irgendwo klickt.
Interne Kommunikation scheint es im Team von NB auch nicht zu geben, sonst liefe nicht alles so verquer.


Aber jeder möge sich seine Meinung dazu selbst bilden.


Mein Fazit:


NB ist in seiner grenzenlosen Naivität dazu angetan, den Internetsektor für Verlage gründlichst an die nächstgelegene Wand zu fahren.
Na klar, Totgesagte leben länger, das wird auch NB, aber unter erheblichen Qualitätseinbußen (sofern diese überhaupt noch möglich sind).


Ich kann also im Grunde sehr froh sein, dass ich von Beginn an nur eines in dieser Plattform gesehen habe: fremde Rezensenten, die sich - ohne mich als Autor zu kennen - kritisch und unvoreingenommen mit meinen Werken auseinandersetzen.


Und für diese Damen und Herren bin ich unendlich dankbar.
Sie haben mir bereits die Augen geöffnet und werden das wohl auch weiterhin tun. Wenn nicht bei NB, dann per Email ;)


Mögen die Wächter mit Euch sein


Nathan