Hallo zusammen,
ich habe ja derzeit einen echten Lauf, was das Schreiben angeht, während immer neue Protagonisten sich schon mit dezenten Schulter-Stupsern bei mir melden und sich vorstellen wollen.
Derzeit bringen mich Etienne, Zachary, Yves und bald auch Kylian um den Schlaf.
Ja, das klingt wieder nach homosexueller Literatur und da liegt ihr GOLDRICHTIG!
:)
Ich mag meine Jungs einfach, und ich zeige mit meinen Romanen gern, dass Männer untereinander nicht anders lieben als Frauen oder heterosexuelle Paare.
Worum geht's beim 'Duft der Unschuld'?
Etienne Delaport verfügt schon seit seiner Geburt über eine extrem feine Nase. Er erkennt Menschen an ihrem Duft, weiß, wer mit wem seinen Spaß hatte, sobald er beide gerochen hat, nimmt Dinge wahr, die anderen verborgen bleiben.
Nie hat er sich gefragt, wieso seine beiden älteren Brüder kurz nach dem Lycée bereits geheiratet haben und prompt Väter wurden.
Erst als er ein Gespräch seiner Großmutter mit seinem Vater belauscht, beginnt er zu verstehen. Zu diesem Zeitpunkt, ein paar Monate nach seinem sechzehnten Geburtstag, ist er bereits in Gefangenschaft. Seine Eltern und Großeltern, seine Onkel und Tanten, jeder will das, was Etienne in sich trägt.
Dass es ihn auf Dauer umbringen wird, interessiert niemanden und als sich die Gelegenheit bietet, flüchtet er aus der Gefangenschaft, um weiteren Qualen zu entgehen.
Nach sechsmonatiger Odyssee landet er in einem kleinen schottischen Dorf und schafft es durch die freundliche Hilfe von Zachary Grenders, wenigstens zu einem Menschen Vertrauen zu fassen.
Wer mehr lesen möchte, kann dies auf www.fanfiction.de gern tun. Ich aktualisiere dort recht zeitnah die bereits vorhandenen Kapitel, um meine LeserInnen am Ablauf meiner Schreibarbeit ein wenig teilhaben zu lassen.
Hier der direkte Link Etienne - Duft der Unschuld
Hinterlasst mir dort oder hier gern ein wenig Feedback, damit ich sehe, ob sich überhaupt jemand dafür interessiert. :D
In jedem Fall: Vielen Dank fürs Lesen.
LG Nat
Dienstag, 2. April 2013
Donnerstag, 21. März 2013
[Neu] Graues Meer und blaue Sonnen
Hallo zusammen,
es ist so weit!
Graues Meer und blaue Sonnen geht online!
Klappentext:
es ist so weit!
Graues Meer und blaue Sonnen geht online!
Klappentext:
Märchen fangen immer wie an? Ach ja, es war einmal ... und dann wird von stolzen Prinzen und wunderschönen Prinzessinnen gefaselt und am Ende steht was von glücklich bis an ihr Ende ...
Das impliziert doch, dass beide gleichzeitig abtreten, nicht wahr?
Aber was passiert, wenn das Märchen anders endet?
Wenn einer von beiden stirbt und der andere allein bleibt? Ist dann das Happy End vorbei? Oder gab es nie eines?
Weiß man also eigentlich erst ganz am Ende, ob es eines war?
Ich denke nicht. Denn nicht jedes Märchen muss gut enden, um eines zu sein. Nicht jedes Märchen braucht ein und sie lebten glücklich bis an ihr Ende.
Und doch wünschte ich manchmal, es hätte genau diesen Satz für uns gegeben.
Und das, wo ich keine Prinzessin hatte oder jemals haben wollte.
Ich wollte nur ihn ...
Mehr zum Inhalt gab's ja schon weiter unten ;)
Hier der Link zur Kindle-Version. (Taschenbuch kommt in ein paar Tagen.)
Meine Ebooks bei Amazon haben KEIN DRM, damit auch die Nutzer anderer E-Reader ohne Probleme und ganz legal vom Mobi auf EPUB umformatieren können.
Jetzt habe ich doch noch smashwords an Bord geholt : Graues Meer und blaue Sonnen Smashwords
Jetzt habe ich doch noch smashwords an Bord geholt : Graues Meer und blaue Sonnen Smashwords
LG Nat
Dienstag, 19. März 2013
[Roman] Graues Meer und blaue Sonnen
Hallo zusammen,
Neuigkeiten!
Ende der Woche geht mein brandneuer Roman "Graues Meer und blaue Sonnen" online. :)
Die TestleserInnen sind sich einig: Lesenswert.
Ob Ihr das auch so seht, werdet Ihr also in Kürze selbst herausfinden können.
Worum es geht?
Julius Claasen hat sein Glück gefunden, absolut und perfekt - oder etwa nicht?
Coverbild und Klappentext gibt's am Mittwoch!
____________________________________________
Aber weil sich mir schon der nächste Protagonist vorgestellt hat, will ich Euch noch eine erste Leseprobe davon liefern.
Arbeitstitel "Etienne"
Der Bücherwurm Yves lebt seit knapp zwei Jahren in einem schottischen Internat. In seinem Lieblingsgeschäft im Nachbarort - einem Buchladen - begegnet er einem seltsam abweisenden Jungen, der ihn gleichzeitig anzieht und abstößt.
Der Fremde ist ihm unheimlich, besonders, weil Yves ihn immer öfter irgendwo trifft.
Was hat der Junge zu verbergen, der neuerdings für den Buchhändler Zachary Grenders arbeitet? Wieso sieht er sich ständig um, als würde man ihn verfolgen?
Und wieso verdammt noch mal sieht der Kerl so gnadenlos gut aus?!
Yves hat keine Ahnung, aber vielleicht ändert sich das ja bald ... *gg*
LG Nat
Neuigkeiten!
Ende der Woche geht mein brandneuer Roman "Graues Meer und blaue Sonnen" online. :)
Die TestleserInnen sind sich einig: Lesenswert.
Ob Ihr das auch so seht, werdet Ihr also in Kürze selbst herausfinden können.
Worum es geht?
Julius Claasen hat sein Glück gefunden, absolut und perfekt - oder etwa nicht?
Coverbild und Klappentext gibt's am Mittwoch!
![]() |
| DIE Kladde (TestleserInnen wissen mehr) |
____________________________________________
Aber weil sich mir schon der nächste Protagonist vorgestellt hat, will ich Euch noch eine erste Leseprobe davon liefern.
Arbeitstitel "Etienne"
Der Bücherwurm Yves lebt seit knapp zwei Jahren in einem schottischen Internat. In seinem Lieblingsgeschäft im Nachbarort - einem Buchladen - begegnet er einem seltsam abweisenden Jungen, der ihn gleichzeitig anzieht und abstößt.
Der Fremde ist ihm unheimlich, besonders, weil Yves ihn immer öfter irgendwo trifft.
Was hat der Junge zu verbergen, der neuerdings für den Buchhändler Zachary Grenders arbeitet? Wieso sieht er sich ständig um, als würde man ihn verfolgen?
Und wieso verdammt noch mal sieht der Kerl so gnadenlos gut aus?!
Yves hat keine Ahnung, aber vielleicht ändert sich das ja bald ... *gg*
LG Nat
Mittwoch, 20. Februar 2013
[Arbeitstitel] Happy ever after
Hallo zusammen,
heute gibt's einen Textausschnitt aus meiner momentan noch in Arbeit befindlichen Gay Romance "Happy ever after" :D
Prolog
Julius
heute gibt's einen Textausschnitt aus meiner momentan noch in Arbeit befindlichen Gay Romance "Happy ever after" :D
Prolog
Märchen fangen immer wie an? Ach ja, es war einmal ... und dann wird von
stolzen Prinzen und wunderschönen Prinzessinnen gefaselt und am Ende steht was
von glücklich bis an ihr Ende ...
Das impliziert doch, dass beide gleichzeitig
abtreten, nicht wahr?
Aber was passiert, wenn das Märchen anders endet?
Wenn einer von beiden stirbt und der andere allein
bleibt? Ist dann das Happy End
vorbei? Oder gab es nie eines?
Weiß man also eigentlich erst ganz am Ende, ob es
eines war?
Ich denke nicht. Denn nicht jedes Märchen muss gut
enden, um eines zu sein. Nicht jedes Märchen braucht ein und sie lebten glücklich bis an ihr Ende.
Und doch wünschte ich manchmal, es hätte genau
diesen Satz für uns gegeben.
Und das, wo ich keine Prinzessin hatte oder jemals
haben wollte.
Ich wollte nur ihn ...
Julius
Das da ist mein Name. Julius. Julius Claasen, um
ganz genau zu sein. Ich habe beschlossen, Euch auf eine Zeitreise mitzunehmen.
Eine Reise, die für mich selbst immer einen gleichwohl höheren Stellenwert
haben wird, als sie es für Euch jemals könnte. Aber das ist in Ordnung für
mich, denn man hat mir empfohlen, sie anzutreten.
Es fällt mir nicht leicht, und wer von Euch den
Prolog aufmerksam gelesen hat, der ahnt womöglich auch schon, woran das liegt.
Aber dazu komme ich später. Ich muss vorn
beginnen. Ganz am Anfang.
Ich wurde 1981 in einer echten Kleinstadt im
westlichen Münsterland als einziges Kind meiner Eltern geboren. Mein Vater
wurde Staatsanwalt, als ich in die Grundschule kam, meine Mutter verbrachte
ihre Zeit mit mir und ich hatte eine tolle Kindheit.
Hm, das klingt jetzt so, als wäre meine Jugend
anders verlaufen, aber das ist sie nicht. Ich wuchs behütet, aber nicht
eingeengt auf, was sich in meinem Fall als ausgesprochen hilfreich für meine
Entwicklung darstellte.
Mit sechzehn offenbarte ich meinen doch leicht
konsternierten Eltern, dass ich homosexuell war. Und hier muss ich sagen,
erstaunten sie mich nach anfänglicher Irritation sehr: Sie brachten es
tatsächlich fertig, mit anderen ‚betroffenen‘ Eltern eine Selbsthilfegruppe
(SHG) zu gründen, um mich auf meinem möglicherweise steinigen Weg in meine
Zukunft zu begleiten und mich in meiner Sexualität zu bestärken. Das war 1997.
Besonders die Reaktion meines Vaters überraschte mich.
Er war ein ziemlicher Macho und ich hätte ihn, ohne mit der Wimper zu zucken,
als absolut homophob eingestuft. Er überzeugte mich mit seiner liberalen
Haltung erst im Laufe der kommenden Monate vom Gegenteil. Aber er tat es!
Klingt doch schon mal nach Märchen, oder nicht?
Ehrlich, ich kann Euch sagen, damals wäre ich fast
vom Küchenstuhl gefallen, als sie mir brühwarm erklärten, dass sie zu hundert
Prozent hinter mir stehen würden, egal was kommen mochte.
Und es kam ne ganze Menge ...
Ich war nicht der einzige Schwule im Dorf,
tatsächlich war einer meiner Kindergartenfreunde, Tim Straatmann, vom gleichen
Ufer wie ich. Wir hatten früher oft zusammen gespielt, doch er war ein gutes
halbes Jahr älter als ich und wurde entsprechend eher eingeschult. Wir hatten
uns, obwohl er die gleiche Grundschule und später das gleiche Gymnasium
besuchte, aus den Augen verloren. Na ja, nicht wörtlich aber wir hatten eben
neue Freunde gefunden und außer gelegentlichen Grüßen tauschten wir nichts mehr
aus.
Bis meine Mutter mir nach einem Treffen der SHG
sagte, dass Tim schwul war.
Irgendwie erregte mich das. (Ha ha, irgendwie?
Nein, ich fand es einfach klasse!)
Und nach weiteren sechs Wochen brachte ich es
endlich über mich, an einem dieser Meetings teilzunehmen ...
Und als kleines Plus noch die Protas der Story aus Sicht des Ich-Erzählers:
Chris
war blond, hasste seine drei Sommersprossen, die sich alljährlich auf seiner
Nase einfanden, war genauso alt wie ich und ging auf ein anderes Gymnasium.
Seine Freizeit verbrachte er ausnahmslos beim Fußballspielen. Dafür lebte und
starb er.
Tim
war schwarzhaarig und hatte einen sehr dunklen Teint, sobald auch nur ein
Sonnenstrahl ihn traf. Er war immer eine Handbreit größer als ich und hatte
graue Augen. Seine Hobbys waren Skateboardfahren, Modeln und das Training in
einem Fitnesscenter. Ich war schon damals der Meinung, dass sein schlanker,
trainierter Körper der perfekteste war.
Mike
war etwas kleiner als ich, hatte das kastanienbraune Haar seiner Mutter geerbt,
dazu grüne Augen, und wenn man ihn ließ, stand sein Mund niemals still. Es sei
denn, jemand Fremdes war anwesend, dann brachte er keinen Ton heraus vor lauter
Schüchternheit. Sein großes Hobby war das Klettern. Freeclimbing, Vorstich und
Top-Solo. Außerdem besuchte er das gleiche Dojo wie ich, wenn er auch einige
Grade weniger besaß als ich.
Jeremy
war noch einen halben Kopf größer als Tim, hatte hellbraunes Haar und braune
Augen, sein Vater war Brite und aus Liebe zu seiner Frau nach Deutschland
übergesiedelt. Er spielte Keyboard in einer Rockband, und wenn er damit mal
nicht beschäftigt war, machte er Ausdauersport: Jogging und Radsport.
Kevin
war ebenso blond wie Chris, hatte blaue Augen und betete alles an, was mit
Technik zu tun hatte. Ständig bastelte er an seinem PC herum und er war auch
der Erste von uns, der einen echten Internetanschluss sein Eigen nannte. Er
liebte das Segeln und Schwimmen, irgendwie alles, was mit Wasser zu tun hatte.
Tja, dann bleibt mir nur, auch über mich
kurz ein paar Worte zu verlieren. (Als wenn ich hier bisher was anderes getan
hätte!)
Ich
(Julius) hatte dunkelbraunes Haar und
bernsteinfarbene Augen. Meine großen Leidenschaften galten dem Shotokan Karate
und dem Skateboardfahren. Ich war etwas über einsachtzig groß und ziemlich
trainiert.
Aber Letzteres galt für uns alle.
Worum es geht:
Julius erzählt auf seiner Reise in die Vergangenheit, wie er seine große Liebe gefunden hat. Was aus demjenigen wurde, ist der Grund, wieso ihn jemand gebeten hat, alles niederzuschreiben.
Und Julius ist noch lange nicht am Ende seiner eigenen Geschichte, nur weil er das denkt ...
LG Nat
Dienstag, 12. Februar 2013
[Roman] Rache in Bildern
Hallo zusammen,
Brandneu, druckfrisch und von mir. :)
Ausnahmsweise keine Fantasy, sondern eine homoerotische Lovestory mit Thrillerfaktor. :)
Hier geht es um Liebe, scheu und tief.
Hier geht es um Rache, bösartig und grausam.
Und es geht um Macht - allumfassend und vernichtend.
Den gesamten Text gibt es als Ebook und Taschenbuch bei Amazon.
Den Klappentext kann man hier jetzt schlecht lesen, deshalb schreibe ich ihn noch mal rein:
Das Ende seiner Beziehung zu Cédric ist für Valentin eine logische Konsequenz ungezählter Seitensprünge und er rechnet mit kleinen Seitenhieben und Fallstricken auf seinem weiteren Weg. Als dieser Weg sich mit dem des Modefotografen Mark kreuzt, ahnt Valentin noch nicht, dass das Spiel von Aktion und Reaktion sich zu einem Horrortrip in seine ganz private Hölle aufschaukelt. Auch nicht, dass er einen alten Bekannten von einer völlig anderen Seite kennenlernt …
Wer mehr wissen möchte, sollte einfach mal reinlesen. Bei Neobooks gibts die ersten 8 Kapitel kostenlos zu lesen.
Viel Spaß damit und vergesst nicht, mir und vor allem anderen Lesern zu sagen, wie es Euch gefallen hat!
Hintergrund: Ich wollte eigentlich eine erotische Kurzgeschichte schreiben, dann verselbständigte Valentin sich und ehrlich, ich bin sehr froh darüber. Ich halte diesen Text, der konstant und ausschließlich aus Sicht des 26-jährigen Piloten Valentin Jeraki erzählt ist, für den bisher besten, den ich geschrieben habe. Ich hoffe natürlich, dass sich das weiterentwickelt ;)
Oh und ja, ich werde weitere homoerotische Geschichten ohne Fantasy schreiben, weil ich finde, dass viel zu wenige Männer sich hier als Autoren betätigen. (War das jetzt sexistisch? Wenn ja, mir egal!)
LG Nat
[Rezension] Kirschroter Sommer
Hallo zusammen,
ich habe letztes Wochenende Carina Bartschs Romane gelesen, und obwohl sie die gleichen Protagonisten und eine fortlaufende Story haben, werde ich zwei getrennte Rezis dazu schreiben.
Beide Bände sind sehr unterschiedlich und hier geht es nun um Kirschroter Sommer.
Zuerst einmal: Frau Bartsch hat mit ihrem Text absolut und sehr zielsicher meinen Humor-Nerv getroffen. Und das ist nicht so einfach, wie manche vielleicht denken.
Technische Daten
ich habe letztes Wochenende Carina Bartschs Romane gelesen, und obwohl sie die gleichen Protagonisten und eine fortlaufende Story haben, werde ich zwei getrennte Rezis dazu schreiben.
Beide Bände sind sehr unterschiedlich und hier geht es nun um Kirschroter Sommer.
Zuerst einmal: Frau Bartsch hat mit ihrem Text absolut und sehr zielsicher meinen Humor-Nerv getroffen. Und das ist nicht so einfach, wie manche vielleicht denken.
| (C) http://carinabartsch.de/kirschrot |
Technische Daten
Form: Kindle-Ebook, TB
Seitenzahl: Ebook 394, TB 512
Verlag: Ebook Schandtaten Verlag, TB rororo
Genre: angegeben als Frauenroman, mir selbst kommt es wie Coming of Age vor
Cover
Gefällt mir sehr gut, die Zweiteilung spiegelt sich im Buch wider, Farbwahl und kleine Effekte wie Elyas' Augen finde ich sehr gelungen.
Handlung
Die Icherzählerin Emely studiert Literaturwissenschaften in Berlin und freut sich tierisch, dass ihre beste Freundin Alex nach einem privaten Desaster in München nun auch in Berlin studieren wird. Der Nachteil: Alex zieht zu ihrem älteren Bruder Elyas, an den Emely nur die allerschlimmsten Erinnerungen zu haben scheint.
Die ersten Wortgefechte beruhen darauf, dass Emely Elyas für einen miesen Aufreißer hält, der hinter ihren Namen mit einem Haken setzen will. Ein Fremder namens Luca meldet sich per Email bei ihr und sie beginnt, mit ihm zu schreiben, ohne zu wissen, wie der mysteriöse Luca aussieht.
Charaktere
Emely: (Über die Schreibweise dieses namens bin ich während beider Bände an einer Tour gestolpert, auch wenn es diese Schreibweise tatsächlich zu geben scheint.) Icherzählerin, sehr prüde, sehr wortgewaltig, 23 Jahre alt, benimmt sich aber manchmal (besonders in Bezug auf Sex) unglaublich unreflektiert und kindisch. Im ersten Teil jedoch noch nicht so ausgeprägt.
Elyas: 24 Jahre alt, wirkt zu Beginn sehr oberflächlich, was jedoch an der Erzählsicht zu liegen scheint, zumindest kam es mir so vor. Ich konnte und wollte ihm nicht die volle böse Absicht unterstellen wie Emely es fortlaufend tat.
Alex: 23, hibbelig, nervtötend, liebenswert, in sachen "er hat mich nicht geküsst" unglaublich albern und kindisch. Ich glaube, das schaffen nicht mal 15-jährige Protagonisten sonst.
Sebastian: 24, Psychologiestudent, sehr liebenswert, reflektiert, erwachsen, angenehm. Einer meiner liebsten Charktere beim Lesen, weil er sowohl albern als auch abgeklärt sein konnte und ich bei ihm als Einzigem das gesunde Mittelmaß zwischen kindisch und erwachsen finden konnte.
Luca: Der Emailfreund, er wirkt (wohl auch durch Emelys subjektive Sicht) sehr nett und lieb, sehr offen und irgendwie auch liebenswert. Allerdings wusste ich schon nach dem Lesen des Klappentextes, dass er ein Alter Ego eines anderen Protagonisten ist.
Eltern und Emelys Mitbewohnerin kommen relativ normal und irgendwie liebenswert charmant rüber.
Sprache
Oh ja, mein Lieblingspunkt in dieser Rezi -.-
Einerseits finde ich den Stil und die Ausdrucksweise der Protagonisten einfach nur saucool und habe mich beim lesen sehr gut aufgenommen gefühlt in der durchwegs normalen, nicht überkandidelten Sprache. Andererseits musste ich an ziemlich vielen Stellen heftigst schlucken, weil es im text, trotz angegebener 4 Lektoren, zu unglaublichen Stilblüten gekommen ist. Zudem häuften sich mancherorts die Grammatik- Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehler, während als I-Tüpfelchen noch Zeitfehler ihren Auftritt hatten.
Ich hasse es manchmal wirklich, über solche Dinge nicht einfach hinweglesen zu können, aber eine Autorenkollegin nannte es "den nachteil der Profession" und damit hatte sie vermutlich recht.
Ich beurteile in diesem Unterpunkt explizit das Ebook, weil ich HOFFE, dass rororo so viel Verantwortungsbewusstsein seinen Lesern gegenüber aufgebracht hat, den Text gründlich zu redigieren. (Ich hege jedoch den Verdacht, dass der fehlerbehaftete Text exakt so übernommen und gedruckt wurde.)
Struktur
Chronologisch nachvollziehbar und in sich stimmig baut sich der Handlungsstrang auf, der aus Sicht von Emely natürlich immer SEHR subjektiv daherkommt. Die zahlreichen Innenansichten, die zu Anfang noch liebenswert und auch witzig erscheinen, werden mit zunehmendem Auftreten (auch mitten in Dialogen, die dadurch regelrecht zerstückelt werden) leider redundant und langweilig. Gebetsmühlenartige Wiederholung von inneren Monologen, die immer und immer wieder nur zeigen, was für ein Blödmann Elyas doch sein muss, haben mich zwischenzeitlich tatsächlich dazu gebracht, einfach weiterzublättern, bis wieder "was Spannendes" kam.
Zusammenfassung (meine Meinung insgesamt)
Also alles in allem hat mir besonders die Grundidee und die Liebesgeschichte voller Verwicklungen gefallen. Natürlich waren die bissigen, witzigen Erwiderungen von Emely immer wieder einen Schenkelklopfer wert und ich hab laut losgelacht, als sie in der Disko ... (nein, selbst lesen ;))
Aber: der Humor allein konnte nicht über alle, teilweise noch recht deutlichen Schwächen im Handwerk der Autorin hinwegtäuschen. Schade!
Was mir am meisten gefehlt hat, waren - bei all meiner Vorliebe für sehr langsame Anbahnungen von Liebesaffären - eine gewisse Zielgerichtetheit, Spannungsaufbau und vor allen Dingen ein straffes Lektorat der Längen im Text, das die ständigen Redundanzen herausnehmen hätte können. Ich bin also der Meinung, dass dieses Buch ein richtig gutes hätte werden können, aber an den genanten Punkten schlichtweg scheitern musste. (Zumindest für mich, andere Leser scheinen das lockerer sehen zu können.)
Die Einordnung des Buches als klassischen Liebesroman oder gar als "Frechen Frauenroman" teile ich absolut nicht, denn die vorliegende Geschichte erfüllt die entsprechenden Voraussetzungen, wenn überhaupt, nur bedingt. Ich sehe es tatsächlich als Coming of Age an, was ich jedoch, das MUSS ich einfach noch mal betonen, zu keinem Zeitpunkt an der Sprechweise der Protagonisten festmachen will.
Ebendiese hat für mich einen der ganz großen Pluspunkte während des Lesens ausgemacht.
So, den zweiten Teil bespreche ich auf andere Art und an einem anderen Tag, ein erstes Fazit habe ich aber schon:
Wen es nicht stört, dass die Protagonistin immer wieder in sich wiederholenden inneren Monologen vor sich hin plappert, dass nur an einer Stelle einmal so etwas wie relative Spannung aufkommt (Unfall), dass allein durch die vorhandenen Längen ein zweiter band für den Rest der Handlung nötig geworden scheint, dem kann ich das Buch wirklich empfehlen.
Das Gleiche gilt für alle, die Wortgefechte - intelligent und auch flach - Spitzen, harsche Erwiderungen und einen ganz besonders ironischen Humor so sehr mögen wie ich!
:)
In diesem Sinne
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