Samstag, 22. März 2014

[Gedicht] Stärke - Schwäche

Stark.



Ich sitze da,
zusammengekauert.
Ecke des Raumes,
dunkel.

Stille umgibt mich,
undurchdrungen.
Schwärze erfüllt das Außen,
allumfassend.

Gedanken werden laut,
lauter.
Atem geht flach,
flacher.
Herz setzt aus, lang,
länger.
Haut wird taub,
tauber.
Seele wird kalt,
kälter.

Augen geschlossen,
blind.
Will nichts mehr sehen.
Vorbei.

Meide das Licht,
ängstlich.
Grelle Strahlen zeigen das,
was übrigblieb.

Schlucke die Tränen,
ungeweint.
Verbanne das Denken,
zwecklos.

Muss stark sein.
Immer.
Keine Schwäche zeigen,
unnachgiebig.



Schwach.



Deine Arme um mich geschlungen,
Sicherheit.
Deine Worte in meinem Ohr,
liebevoll.

Ich kann nicht straucheln,
wenn Du bei mir bist.
Kann nicht fallen,
solange Du meine Hand hältst.

Ich darf schwach sein,
wann immer ich es bin.
Ein Blick genügt,
Du weißt immer, was mir fehlt.

Mein Lächeln gehört Dir,
egal wen ich ansehe.
Mein Herz gehört Dir,
egal wie weit entfernt Du bist.

Jede Faser von mir gehört Dir.
Weil Du mich annimmst, wie ich bin.
Weil Du mich liebst, wie ich bin.
Weil du immer bei mir bist.

Wenn meine Zweifel mich überfallen,
streichelst Du sie lächelnd fort.
Wenn ich meiner selbst nicht sicher bin,
küsst Du mich schwindelig.
Wenn meine Gedanken mich einfangen,
bist Du da und redest mit mir.

Deine Stimme, dunkel, warm.
Mit dem einen Unterton,
der mir allein gehört.
Jeder Laut ist Liebe,
Seufzen, Worte, Stöhnen.

Bei Dir bin ich ich.
Danke dafür.



(c) 16.11.2013 Nathan